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AC Schnitzer-BMW Z4 sDrive35iS im Test: Power-Roadster mit 380 PS

Der Auftritt ist muskulös, das von Schnitzer gegebene Leistungsversprechen allemal verlockend: Im Test muss der in Aachen auf 380 PS erstarkte BMW Z4 sDrive35iS zeigen, ob 19 Kilo weniger Gewicht und Sport-Reifen einen deutlichen Unterschied machen.

Als das serienmäßig 306 PS starke Hardtop-Cabriolet namens BMW Z4 sDrive35i in Personalunion die Vorgängermodelle Z4 Coupé und Roadster ersetzte, hielt sich die Begeisterung der Redaktion in Grenzen. Schon angesichts des Ausschlags der Hockenheimer Fahrzeugwaage machten sich anlässlich eines Tests des BMW Z4 sDrive35i im vergangenen Jahr Zweifel breit. Lässt sich mit 1.608 Kilogramm Lebendgewicht tatsächlich noch Staat machen? Nicht wirklich - lautete später das für die sport auto-Tester und den bayerischen Hersteller sicherlich gleichermaßen unbefriedigende Urteil.

Kam doch das "nur" 265 PS starke, weil ohne Aufladung angetretene Vorgängermodell mit Stoffmützchen in der abschließenden Gesamtwertung mit 45 Zählern auf exakt das gleiche Ergebnis wie das deutlich stattlichere aktuelle Modell. Das regt zum Nachdenken an. Weniger Gewicht oder mehr Leistung müssen her, wenn der neue Zweisitzer dem alten klar überlegen sein soll. So das Urteil der Tuner.

Diät bleibt ohne große Wirkung

Oder sogar beides, wie beim in Aachen flott gemachten AC Schnitzer-BMW Z4 sDrive35iS. Wenngleich sich keins von beiden wirklich einfach gestaltet. Zum einen schützt BMW seine Motoren mittels binnen kürzester Zeit aufeinanderfolgenden Software-Updates vergleichsweise wirkungsvoll vor den Ambitionen der Tuning-Branche, zum anderen hätte man den Z4 auch und vor allem um sein variables Dach bringen müssen, wenn eine Diät nachhaltige Erfolge hätte zeitigen sollen.

Ein Schritt, der den bei AC Schnitzer fürs Marketing verantwortlichen Herren dann wohl doch etwas gar zu radikal erschien. Die Verwandlung vom gediegen-sportlichen Alleskönner zum veritablen Clubsport-Coupé mochten die Aachener nicht vollziehen. Ergo geht der mit Modifikationen am Steuergerät und einer Ladedruckerhöhung von 0,8 auf 1,1 bar auf 380 PS erstarkte AC Schnitzer-BMW Z4 sDrive35iS zwar mit Sportreifen, im Niveau regulierbarem Rennsportfahrwerk und einer Sechs-Kolben-Bremsanlage an der Vorderachse in den Ring.

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Vier Zehntel schneller auf Tempo 100 als Basis

Das überaus solide und in der Folge ebenso gewichtige Gestänge des Verdeckmechanismus schleppt er jedoch nach wie vor mit sich herum. Damit wurden wesentliche Ressourcen auf der Gewichtsseite verschenkt. Unterm Strich ist das Tuning-Modell AC Schnitzer-BMW Z4 sDrive35iS gerade einmal 19 Kilo leichter als der anno 2010 ebenfalls mit DKG in den Test gestartete Serien-Z4. Aufgrund der gegenüber der Basis deutlich gestiegenen Motorleistung lesen sich die Kennzahlen des Tuning- Modells dennoch sehr viel imposanter: Beim Leistungsgewicht stehen 4,2 kg/PS deren 4,7 gegenüber, den Standardsprint erledigt der AC Schnitzer-BMW Z4 sDrive35iS mit 4,6 Sekunden von null auf 100 km/h vier Zehntelsekunden schneller als der Serienbruder.

200 km/h liegen gar eine Sekunde früher an. Der Nachweis der höheren Leistungsfähigkeit wäre also zweifelsfrei erbracht. Auch in den Handlingsdisziplinen hat der Aachener die Karbon-verzierte Nase vorn. Mit 69,4 zu 65,1 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit im Slalom und Rundenzeiten von 1.14,1 zu 1.16,1 Minuten auf dem Kleinen Kurs in Hockenheim geht die Sache vordergründig erst einmal eindeutig pro Tuning aus.

Sportreifen bringen schnellere Rundenzeit

Allein: Zieht man den Umstand in Betracht, dass der AC Schnitzer-BMW Z4 sDrive35iS mit den dem Grip erwiesenermaßen höchst dienlichen Conti Force-Contact Eventreifen zum Angriff bläst, während das Serienauto auf herkömmliche Straßenpneus der Spezifikation Bridgestone Potenza RE050A vertraut, erscheint der deutliche Sieg des Schnitzer-BMW in einem etwas gedämpfteren Licht. Fraglos: Der ACS4 wäre so oder so schneller gewesen - schon weil er deutlich potenter ist.

Aber eine bis 1,5 Sekunden gehen bei der Zeitenhatz in Hockenheim mal locker aufs Konto der Sportpneus. Die neuen Conti-Gummis sorgen auch bei den schnellen Richtungswechseln im 18-Meter-Slalom für den nötigen Grip und das straffere Fahrwerk für fast schon zu viel Ruhe im Heck. Eines ist dem Tuner nämlich zweifelsfrei zu attestieren: Der gestiegene Vorwärtsdrang des AC Schnitzer-BMW Z4 sDrive35iS ging nie zu Lasten der Sicherheit. Der hinterradgetriebene Zweisitzer ist seinem Charakter treu geblieben: Gutmütig untersteuernd und von selbsttätigen Gangwechseln des an Bord befindlichen Doppelkupplungsgetriebes tatkräftig unterstützt kommen Z4-Piloten hier wie da ohne nachhaltige Schrecksekunden über die Runden.

Autor

Foto

Gargolov

Datum

10. Februar 2013
Dieser Artikel stammt aus Heft sport auto 12/2010.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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