Brabus GLK 6.1 V8 Wide Star 23 Bilder Zoom

Brabus Mercedes GLK 6.1 V8 Wide Star: Power-Variante mit 6,1-Liter-V8 im Test

Mit einer Länge von 4,52 Meter zählt der Mercedes GLK eher zu den kleineren SUV, mit 272 PS in der Topversion ab Werk auch zu den schwächeren. Wer sich mehr Leistung wünscht, wird bei Brabus fündig. Obendrein wächst die Optik mit.

Doch - er ist der kleinste Typ unter den Geländewagen von Mercedes, auch wenn er nicht so aussieht. Mit 4,52 Meter Länge, 1,84 Meter Breite und 1,69 Meter Stockmaß rangiert der Mercedes GLK ein gutes Stück unter dem Mercedes ML. Auch leistungstechnisch gibt der Newcomer ab Werk den Underdog. Wo die M-Klasse mit bis zu 510 PS klotzen darf, ist beim kleinen SUV bei 3,5 Liter Hubraum und 272 Pferdestärken Schluss. Ein gefundenes Fressen für die Tuning-Branche.

Brabus macht aus dem Mercedes GLK eine 462-PS-starke Power-Variante

Mercedes-Veredler Brabus hat sich des kantigen Kleinen jedenfalls dankbar angenommen und auf der IAA eine Power-Variante des GLK präsentiert, die den größeren Allrad-Boliden leistungstechnisch kaum nachsteht. Mit 6,1 auf acht Zylinder verteilten Litern Hubraum darf der Bottroper Mercedes-Spross aus dem Vollen schöpfen. In der Folge stemmt der kantige Viersitzer bis zu 615 Newtonmeter auf die Kurbelwelle und tritt mit der Kraft von 462 Pferden an. Das lässt in Anbetracht der auf der Hockenheimer Waage ermittelten 2.012 Kilogramm Lebendgewicht einiges erwarten.

Tatsächlich ist das Plus an Lendenkraft neben der vom Tuner mit 265 km/h bezifferten Höchstgeschwindigkeit für einen 0-100-Sprint von 5,3 Sekunden gut. Die 200-km/h-Marke passiert das calcitweiße Ruhrpott-Pflänzchen binnen 21,2 Sekunden. Von der seitens Brabus als Hochleistungsanlage titulierten Bremse hätten wir uns indes mehr erhofft. Zwar bleibt die Verzögerungsleistung insgesamt konstant, wahrhaft kraftvoll zubeißen tun die Sechskolben-Aluminium-Festsättel aber nicht. Mit mittleren Verzögerungen von 9,9 bis 10,1 m/s2 operiert die Brabus-Bremse eher am unteren Ende der Skala.

Auf dem Kleinen Kurs in Hockenheim macht der Brabus GLK eine gute Figur

Der makellosen Performance des kleinen Tuning-Offroaders auf dem Kleinen Kurs tut dies jedoch keinen Abbruch. Das gute Einlenkverhalten des GLK 6.1 und das bei bewusst provozierten Lastwechseln leicht mitlenkende Heck tragen ihren Teil dazu bei, dass die Uhr auf dem Kleinen Kurs bei 1.19,5 Minuten stehen bleibt. Damit rangiert der Brabus-SUV ohne Stern gerade einmal sechs Zehntelsekunden hinter seinem 510 PS starken großen Bruder mit dem Stern (Mercedes ML 63 AMG: 1.18,9 Minuten). Im Slalom kann der wendigere Typ dem etwas träger agierenden großen Allradler dann gar den Schneid abkaufen. Mit 60,8 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit ist der Brabus GLK 6.1 Wide Star in dieser Disziplin rund ein km/h schneller unterwegs als der Mercedes ML 63 AMG. Das Limit setzt in beiden Fällen das nicht abschaltbare ESP.

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So testet sport auto
Messprozedere
Teil 1 Die Standardmessung in Hockenheim: Beschleunigungs- und Bremsprüfung, Elaszitätsmessung
Teil 2 Fahrdynamik-Tests und Rundenzeit auf dem Kleinen Kurs in Hockenheim
Teil 3 Das Testprogramm auf der Nürburgring-Nordschleife
Überblick Rundenzeiten Hockenheim (Einzel-/ Vergleichstests)
Überblick Rundenzeiten Supertests (Nürburgring, Hockenheim)
0-300-0 Extrem-Leistungstest: Beschleunigungs- und Bremsduell 0-300-0 km/h

Wer das alles in allem 237.337 Euro teure Schatzkästchen aus dem Pott vorrangig artgerecht, also im Alltag, fortbewegt, kann sich am liebevoll aufgewerteten Interieur erfreuen. Insbesondere die in edel-dickes Mastik-Leder gehüllten Sitze sorgen für Wohlgefühl. Kinder kommen auf langen Reisen mit dem in die Kopfstützen der Vordersitze integrierten Brabus-Entertainment-System auf ihre Kosten, Passanten dürfen sich an der in die Schwellerverkleidung integrierten Beleuchtung erfreuen. Blaue Lichtpunkte auf dem Boden beim Öffnen und Schließen des Fahrzeugs setzen Akzente in der dunklen Jahreszeit. Auch daran lässt sich Liebe zum Automobil erkennen.

Autor

Foto

Rossen Gargolov

Datum

22. Februar 2010
Dieser Artikel stammt aus Heft sport auto 11/2009.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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