Gassner-Mitsubishi Lancer Evo IX: Gelb-Bündel

Was sich auf den Rallyepisten bewährt, sollte für die öffentliche Straße mehr als gut sein. Der 350 PS starke und mit feinen Komponenten aufgerüstete Gassner-Mitsubishi Lancer Evo IX tritt im Test die Beweisführung an.

Kleiner Kurs Hockenheim

Mit der erbrachten Rundenzeit von 1.15,8 Minuten legt der Gassner-Mitsubishi Lancer Evo IX hervorragend Zeugnis ab und lässt den Serien-Lancer um eine Sekunde hinter sich. Zu diesem Vorsprung verhelfen ihm nicht nur der erstarkte Motor, sondern auch die Bremsanlage und das exklusive Öhlins-Fahrwerk. Von Fading keine Spur, zudem ist die Bremse feinfühlig zu dosieren. Am Einlenkverhalten gibt es, wie schon bei der Basis, rein gar nichts zu mäkeln. Die Öhlins-Komponenten sowie die Eibach-Stabilisatoren nehmen dem Evo die Untersteuertendenz und verhelfen ihm zu einem neutralen Gebaren im Grenzbereich. Curbs schluckt das Fahrwerk locker weg.

Auf den Punkt gebracht

20.000 Euro Aufpreis sind sicherlich ein starkes Stück. Aber der Gassner-Mitsubishi Lancer Evo IX gibt sich eben nicht mit halben Sachen zufrieden. Bei den Komponenten greift Hermann Gassner auf jene zurück, die sich größtenteils im Wettbewerb bewährt haben. Und dort spielen bekanntlich neben der Leistungsfähigkeit auch die Qualität und die Haltbarkeit eine überaus wichtige Rolle.

In der sport auto-Punkte-Wertung rangiert der modifizierte Lancer mit 46 Punkten zwei Punkte über der Serie, was jedoch nur die halbe Wahrheit ausdrückt. Denn subjektiv setzt sich die Tuningpretiose deutlicher ab. Die Bremsanlage ist nicht nur standfester, sondern auch besser zu dosieren. Und die hochkarätigen Fahrwerkskomponenten rauben dem Evo die grundsätzliche Untersteuerneigung und steigern somit die fahrdynamischen Qualitäten.

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Jochen  Übler

Autor:

SPORT AUTO, Heft 5 / 2007

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