Mercedes SL 500 im Test: Alltagskönner statt -Renner

Mercedes SL 500, Frontansicht

Sie werden sich sicherlich fragen, warum wir dem Mercedes SL500 nur einen Kurztest widmen. Kurz und schmerzlos: Der Klappdach-Roadster in elegantem Lackkleid mit der Farbbezeichnung "Feueropal" hat auf der Rennstrecke und im Grenzbereich nichts verloren.

Der Mercedes SL 500 will als Alltagsbegleiter für gediegene Cabriotouren verstanden werden. Hier überzeugt er mit seinem doppelt aufgeladenen 4,7-Liter-Achtzylinder mit 435 PS, der das 500er-Frischluftvergnügen in 4,4 Sekunden auf Landstraßentempo befördern kann. Neben der druckvollen Leistungsentfaltung bereits aus dem unteren Drehzahlbereich umschmeichelt der Cruiser mit herrlicher Klangkulisse, langstreckentauglichem Federungskomfort und einer komfortablen Sitzposition.

Sport-Paket AMG für Mercedes SL 500

Wer in puncto Fahrwerkskomfort kleine Abstriche eingehen will, kann für 6.961 Euro das Sport-Paket AMG wählen. Neben einer strafferen Fahrwerksabstimmung samt zehn Millimeter Tieferlegung rollt der Mercedes SL 500 dann wie unser Testwagen auf sportlichen 19-Zoll-Rädern (Serie: 18 Zoll). Front- und Heckschürze sowie Seitenschweller sind dann außerdem im AMG-Design gestaltet. Den Innenraum zieren ein Dreispeichen-Sportlenkrad, verschiedenen Aluminium-Elemente, ein schwarzer Innenhimmel und AMG-Fußmatten.

Hockenheim-Rundenzeit: 1.15,5 Minuten

Klingt sehr sportlich, aber vergessen Sie unsere einleitenden Worte zum Mercedes SL 500 nicht. Sie wollen es nicht glauben, dass der 500er mit allzu sportlicher Fahrweise nichts zu tun hat? Bitteschön, hier ein Auszug aus dem Testprotokoll nach der Hockenheim-Runde: Lenkung zwar direkt, aber synthetisch, gefühllos und leichtgängig, ABS und ESP regeln grob, ständig Bewegung im Fahrwerk, kippt, schiebt auf der Bremse, untersteuert.

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