Speedart-Porsche Cayenne Titan DTR 290: Artwork am Porsche Cayenne Diesel

Speedart-Porsche Cayenne Diesel Titan DTR 290

Tuner Speedart verwandelt den eher zurückhaltenden Porsche Cayenne Diesel in einen kernigen SUV-Sportler mit 22 Zöllern. Test des 290 PS starken Speedart Titan DTR 290 im Alltag und auf dem Kleinen Kurs in Hockenheim.

"Wie viel PS hat der denn? Bestimmt 700, oder?", fragt ein BMW X5-Fahrer, als der Speedart Titan DTR 290 leise knisternd an der Tankstelle eine Verschnaufpause einlegt. "Ähm, ist ein Diesel mit 290 PS", antwortet der Tester brav und sorgt für einen überraschten Blick des BMW -Besitzers.

Tuner Speedart überarbeitet das Karosseriekleid umfassend
 
Nach dem Motto "Kleider machen Leute" überarbeitet Tuner Speedart das Karosseriekleid des Porsche Cayenne Diesel umfassend. Frontspoiler, Heckschürze, Dachspoiler, Seitenschweller und Scheinwerferblenden verwandeln den zurückhaltenden V6-Selbstzünder optisch in einen kernigen SUV-Sportler. So macht der Titan seinem Namen alle Ehre. Dank des elektronischen Tieferlegungsmoduls (Aufpreis 1.290 Euro) kauert der getunte Cayenne 40 Millimeter niedriger über dem Asphalt als seine Serienkollegen. Unter den Radhäusern thronen dreiteilige 22-Zoll-Speichenräder mit poliertem Hochglanz-Tiefbett.
 
Deutlich sportlicher als bei den Werksvarianten mit nur zwei ovalen Endrohren wurde die Heckpartie des Speedart Titan gestaltet. Nicht nur optisch, sondern vor allem auch akustisch macht sich hier die vierflutige Sportabgasanlage (Aufpreis 1.690 Euro) durch ein sonores Brummeln bemerkbar. "Darf ich mal unter die Motorhaube gucken?", fragt der BMW-Fan an der Tankstelle weiter interessiert. Dank modifiziertem Motormanagement und einem erhöhten Ladedruck um 0,5 bar auf 1,6 bar klettert die Leistung des Sechszylinder-TDI unter der lang gezogenen Porsche Cayenne-Motorhaube um 50 PS auf 290 PS. Außerdem steigt das maximale Drehmoment von 550 auf 640 Newtonmeter.
 
Rundenzeit in Hockenheim von 1.23,3 Minuten
 
Mit gestähltem Selbstzünder und präsentem Laderpfeifen absolviert der Titan den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h in 7,7 Sekunden. Ab 150 km/h lässt die Beschleunigung dann allerdings spürbar nach. Bis die Tachonadel über die 180 km/h- Marke zuckt, vergeht rund eine halbe Minute. Andererseits steigt die Höchstgeschwindigkeit durch die Leistungssteigerung - der Titan ist mit 224 km/h zehn Kilometer pro Stunde schneller als das Serienmodell. Auf der Rundstrecke bleibt die Stoppuhr nach der Runde auf dem Kleinen Kurs in Hockenheim bei 1.23,3 Minuten stehen.
 
Auch wenn der getunte Cayenne wegen des SUV-typischen Gewichts von 2.411 Kilogramm seine Tendenz zum Untersteuern nicht verleugnen kann, bewegt er sich dank Tieferlegung und einer guten Fahrwerksabstimmung etwas agiler als vergleichbare Tuning-Varianten. "Aber durch die Leistungssteigerung hat er bestimmt einen hohen Verbrauch", stellt der BMW X5-Pilot fest, während er seine Zapfpistole einhängt. "13,8 Liter im Schnitt", lautet die Antwort. Leise brabbelnd rollt der Titan DTR 290 von der Tankstelle und lässt den neugierigen BMW-Fahrer auch beim Thema Trinkfreudigkeit mit überraschtem Gesicht zurück.

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