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Tuning-Test Volvo C30 D4 Heico Sportiv: Tune-up Teil 2: Leistungssteigerung

Lohnen sich die 1.600 Euro, die Tuner Heico Sportiv für 18 PS Mehrleistung und einen 15-prozentigen Drehmoment-Zuwachs im Volvo C30 D4 verlangt? Die Antwort darauf ist ein klarer Fall von „Na ja, einerseits schon, aber ...“

Der Dieselmotor hat in den letzten 20 Jahren einen gewaltigen Imagetransfer geschafft: Weg vom übelriechenden, nur zeitlupenartige Beschleunigung bietenden Langweiler, hin zur spurtstarken und dennoch ökonomischen Hightech-Rakete - Turbotechnik und extrem hohen Einspritzdrücken sei Dank. Im hartumkämpften Spielfeld der sportichen Kompakten bietet Volvo mit dem C30 D4 einen Diesel-Renner, der keinen Vergleich mit der deutschen Konkurrenz aus Wolfsburg und Ingolstadt scheuen muss - allerdings leider auch preislich nicht.

Leistungssteigerung per Chiptuning

177 PS und stattliche 400 Newtonmeter Drehmoment lässt der Zweiliter-Selbstzünder im Serienzusatand auf die Vorderräder des Volvo C30 D4 los. Wem dies nicht reicht, dem kann geholfen werden. Volvo-Haustuner Heico Sportiv mörtelt die Leistung um 18 PS auf. 195 PS leistet der Fünfzylinder dann, das Drehmoment steigt sogar um 15 Prozent, von 400 auf 460 Newtonmeter. Der Umbau ist in einem Stündchen erledigt, denn mechanisch bleibt alles beim Alten. Es wird lediglich das Motorsteuergerät neu programmiert. 1.598 Euro sind dafür zu berappen.

Schon auf der Fahrt vom Hof wird klar: Da hat sich was getan im Maschinenraum des Heico-Volvo C30 D4. Im tiefen Drehzahlkeller geht der Fünfzylinder seiner Arbeit um eine Spur unwilliger seiner Arbeit nach. Ab etwa 2.000 Umdrehungen aber zerrt er umso ungeduldiger am Zügel. Beim vollen Beschleunigen auf der Autobahneinfahrt nehmen die 195 PS die Vorderräder gehörig in den Schwitzkasten. Die zuvor sehr geschmeidige Leistungsentfaltung erfolgt nun zwar etwas abrupt, aber auch im getunten Volvo C30 hat man das schöne Gefühl, mit überaus üppiger Motorisierung zu reisen.

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Tuning macht sich erst bei Tempo bemerkbar

Ernüchterung beim Studium der Daten nach der Beschleunigungsmessung: Beim Spurt auf 100 km/h ist keine Verbesserung zu sehen. Ebenso wie bei der 177-PS-Serienversion bleibt die Stoppuhr nach 8,3 Sekunden stehen. Wobei man hinzufügen muss, dass der Dauertestwagen in der Serienversion etwas schneller war als die Werksangabe (8,6 Sekunden). Die von Heico versprochenen 7,9 Sekunden für die getunte Variante hingegen blieben Wunschdenken. Eine genauere Analyse zeigt, woran es liegt: Der so genannte Anfahrwert (0 bis 40 km/h) fällt beim Serienauto deutlich besser aus (2,3 Sekunden zu 2,7 Sekunden).

Dies hat zwei Gründe: Zum einen hat der chipgetunte Motor unten herum etwas weniger Dampf. Dies wiederum macht es nicht gerade einfacher, die Kupplung perfekt zu dosieren. Ist die getunte Heico-Volvo C30-Fuhre aber erst mal in Fahrt, geht es deutlich hurtiger voran an als im Serienauto. Die 18 Mehr-PS sind also durchaus vollzählig vorhanden. Bis 160 km/h knöpft der Getunte dem Serienmäßigen immerhin 1,6 Sekunden ab. Unangenehm ist die Eigenart, sich nach Schaltmövern erst mal eine kleines Päuschen zu genehmigen.

Heico-Volvo C30 D4 mit überragender Elastizität

Die wahre Domäne des getunten Heico-Volvo C30 D4 ist die rasche Fahrt auf der Landstraße. Dabei muss man keineswegs pausenlos im Sechsgang-Getriebe rühren. Dank der überragenden Elastizität werden Steigungen planiert und das Überholmanöver sehr platzsparend erledigt. In dieser Disziplin ist der Getunte sein Geld wirklich wert. Betrachtet man die guten Fahrleistungen, nimmt sich der Verbrauch bescheiden aus. 7,7 Liter sind es im Durchschnitt, nicht mehr als in der Serienversion, Applaus hierfür! Das Fazit fällt nach 20.000 Kilometern zwiespältig aus: Für das Tuning sprechen die bessere Elastizität und der rasante Drehmomentanstieg, dagegen die schlechtere Laufkultur.

Claus Mühlberger

Autor

Foto

Rossen Gargolov

Datum

18. April 2012
Dieser Artikel stammt aus Heft sport auto 12/2011.
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