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Bentley Continental GT im Fahrbericht: Neues Sport-Coupé der Luxusklasse

Beim neuen Bentley Continental GT verzichten die Briten auf harte Schnitte und bleibt so treu am Vorgänger wie möglich, verbessert ihn aber so nachdrücklich wie nötig. Wir fahren die nochmals gestärkte Zwölfzylinder-Variante des Sportcoupés der Luxusklasse.

Noch ist der von Grund auf überarbeitete, auf Entwicklungen des Supersports-Modells zugreifende neue Bentley Continental GT ausschließlich mit zwölf Zylindern, zwei Turboladern und sechs Liter Hubraum zu haben. Ende 2011 wird ein doppelt aufgeladener Vierliter-V8 folgen.

Es gibt Dinge, die muss man nicht erklären. Einen Bentley zum Beispiel. Obwohl der VW-Konzern im mittelenglischen Crewe bereits seit Jahren das Zepter schwingt, muten die gediegenen Luxus-Limousinen, -Coupés und -Cabriolets so britisch an wie eh und je. Einzig die Qualitätsanmutung hat mit der Zeit eine deutliche Aufwertung erfahren. Dies gilt auch und besonders für die zweite Generation des Pretà-Porter-Modells Bentley Continental GT.

Einstiegsmodell mit 575 PS

Nicht, dass der trotz einer strengen, von Entwicklungs-Vorstand Ulrich Eichhorn verordneten Diät immer noch mit 2.320 Kilogramm antretende Allradler ein Auto von der Stange wäre: Individualisierungs-Möglichkeiten bietet das von 560 auf 575 PS erstarkte Einstiegsmodell zuhauf. Allein 14 Außenfarben hält das Werk für die zwangsweise betuchte Kundschaft bereit. Einige davon, wie beispielsweise das glitzernde "Orange Flame", muten gewohnt gewagt an.
 
Aufmerksamkeit ist Fahrern des neuen Bentley Continantal GT freilich auch dann gewiss, wenn sie ihren Begleiter in Silber oder Grau kleiden. Die deutlicher ausgeformten Lichtkanten der von Design-Chef Dirk van Braeckel gefühlvoll modifizierten, minimal breiteren und höheren Außenhaut geben dem viersitzigen Coupé mehr Struktur. Möglich wurde dies durch eine neue Aluminium-Verarbeitungstechnologie namens Super Forming, bei der großflächige Alu-Paneele auf rund 500 Grad Celsius erhitzt und anschließend mittels Druckluft in Form gebracht werden. Neue Verarbeitungsmethoden haben auch im Interieur Einzug gehalten.

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Das den Doppelflügel des Firmen-Logos aufgreifende Design der Cockpit-Verkleidung und die mit Softtouch-Leder bezogenen Oberflächen werten den Innenraum auf. Auch Fans liebevoller Kleinigkeiten kommen im Bentley Continental GT auf ihre Kosten. Ein herausnehmbarer Alu-Aschenbecher und ein ebensolches Brillenetui mit Lederlining innen und einer Wurzelholz-Aluminium-Kombi außen gibt es serienmäßig. So gesehen ist der Vergleich mit einer edlen Yacht nicht weit hergeholt. Dann passen auch die gewichtigen Stahltüren und der voluminöse Zwölfender unter der markanter geformten Motorhaube ins Bild.

Bentley Continental GT mit Schiffs-Charakter

Ähnlich wie edle Schiffe treibt den Bentley Continental GT nämlich weniger die Leichtigkeit des Seins als vielmehr die Macht seines Antriebs voran. Diese ist auch ursächlich dafür, dass der Newcomer nach wie vor mit der bekannten ZF-Sechsstufen-Automatik statt eines Achtgang-Automaten der neueren Generation an den Start geht. Jene halten im Verbund mit dem an Bord befindlichen permanenten Allrad-Antrieb die nunmehr im Verhältnis 40 zu 60 zwischen Vorder- und Hinterachse verteilten Kräfte noch nicht aus.
 
Und jene sind wahrhaft bärig. Leistungsmangel ist an Bord des in der vorderen Spur um 41, an der hinteren um 48 Millimeter in die Breite gegangenen Newcomers nicht zu beklagen. Einzig der beim Herunterschalten zuweilen etwas träge agierende Drive-Modus kann bei flotten Überlandfahrten nicht ganz überzeugen. Das Sportprogramm oder die manuelle Gangwechsel mit Hilfe der Schaltwippen sind hier die bessere Wahl.

Großes Lob verdienen die vorbildlich linear zu Werke gehende und sehr präzise Lenkung des GT sowie das in vier Stufen verstellbare adaptive Fahrwerk. Insbesondere in der ersten Stufe des Sportprogramms gelingt dem Bentley ein guter Kompromiss zwischen notwendiger Härte und gewünschtem Komfort. Einzig das zuweilen am Lenkrad zu verzeichnende Zittern irritiert. Möglich, dass die üppig dimensionierten Räder hier kontraproduktive Wirkung zeigen. Auf High Heels läuft es sich ja auch weniger geschmeidig als auf flachen, weichen Sohlen.

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Bentley

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Heft 12/2010
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