Erste Fahrt im Lotus Evora IPS

Schalt-Automat im Briten - passt das?

Lotus Evora IPS

Die Briten haben mit dem Lotus Evora IPS einen Sportwagen mit Automatikgetriebe im Portfolio. Eine gelungene Kombination? Wir fahren das 280 PS starke Saugmotor-Modell.

Mit dem Lotus Evora IPS (IPS: Intelligent Precision Shift) geht erstmals seit 1986 (Excel SA) wieder ein Lotus mit Automatikgetriebe an den Start. Anfangs ist das auch im Lexus RX 350 verbaute Sechsgang-U660E-Wandlergetriebe nur im Basis-Evora mit 280 PS erhältlich, später soll die speziell mit Lotus-Software überarbeitete Automatik auch im Lotus Evora S erhältlich sein.

Über Tasten auf der Mittelkonsole im Lotus Evora wird die Automatik angesteuert. Der Modus D eignet sich zum Cruisen, die Gänge schalten dabei früh und selbsttätig hoch. Wer es sportlicher liebt, greift zu den am Lenkrad mitdrehenden Schaltwippen. Rechts hoch, links runter - so haben wir es gern. Auf Knopfdruck schärft die Sporttaste die Schaltvorgänge spürbar nach. Während die drei Schaltlampen im Kombiinstrument aufblitzen, dreht die Automatik nun die Gänge bis in den Drehzahlbegrenzer und schaltet nicht mehr selbsttätig hoch. Rennstreckenfans werden so nicht von autonomem Hochschalten kurz vor dem Bremspunkt genervt.

Der Wandlerautomat fällt kaum auf

Im Sport-Modus wechseln die Fahrstufen noch zügiger und mit emotionalen Schaltrucken. Gähnendes Kopfnicken, wie beispielsweise im Audi R8 mit R tronic, gehören im IPS nicht zum Programm. Der samt Automatik 1,4 Tonnen schwerere Lotus Evora IPS verhält sich beim ersten Fahreindruck mit der bereits bekannten Fahrwerksabstimmung ähnlich agil wie die Basis mit manuellem Getriebe. Dass hier ein Wandlerautomat am Werk ist, fällt kaum auf.

Der kleine Schönheitsfehler des getesteten Vorserienfahrzeuges, das nach zackigen Bremsmanövern und schnell darauffolgenden Gasbefehlen das Gas erst mit kurzer Verzögerung annimmt, ist ebenfalls ausgemerzt. „Zum Serienstart kommt der letzte Stand der Getriebe-Software zum Zug“, erklärt Chef- Entwickler und Abstimmungsfahrer Matthew Becker. Im Vergleich zum manuell geschalteten Basis-Evora verliert der IPS mit 5,5 Sekunden lediglich 0,4 Sekunden bei der Beschleunigung von null auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h (mit Handschaltung: 261 km/h).

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