Über Geld spricht man nicht? Den reizvollen Preis des stärksten Renault Twingo aller Zeiten kann man nicht oft genug erwähnen. Mit einem Startangebot von 14.800 Euro bedrängt der Twingo Renault Sport seine quirlige Zwergen-Konkurrenz Citroën C2 VTS (16.990 Euro) und Fiat 500 Abarth (18.100 Euro) schon mal auf dem Papier. Weniger als der attraktive Preis überzeugt allerdings das kraftlos wirkende Triebwerk des kleinen Franzosen. Anders als im spritzigen Schwestermodell GT setzt der RS nicht auf ein Turboaggregat, sondern auf einen 1,6-Liter- Saugmotor mit 133 PS. Unter 3.500/min ist die Leistungsentfaltung mager.
XXS-Rennsemmel mit kernigem Ansauggeräusch
Einmal auf Touren geht es dann in 8,7 Sekunden auf Tempo 100, und erst bei 201 km/h endet der Vortrieb. Auffälliger als die Sprinterqualitäten ist der sportliche RS-Trainingsanzug mit tief gezogener Front- und Heckschürze, verbreiterten Radhäusern, Seitenschwellern und einem kleinen Dachkanten-Heckflügel. Mit kernigem Ansauggeräusch macht sich die XXS-Rennsemmel nicht nur optisch bemerkbar. Neben dem Sound setzen auch die elektrische Servolenkung mit guter Rückmeldung, das präzise Fünfgang-Schaltgetriebe und die sportliche Fahrwerksabstimmung Akzente.
Dank breiterer Spur (plus 60 Millimeter vorn und 59 Millimeter hinten) sowie einer moderaten Tieferlegung (zehn Millimeter) turnt der nachgewürzte Twingo mit agilem Fahrverhalten nur leicht untersteuernd über kurvige Pisten. Aber es geht noch sportlicher. Für 600 Euro Aufpreis bietet Renault das sogenannte Cup-Fahrwerk an. Damit sinkt der Schwerpunkt um weitere vier Millimeter.
Das serienmäßige ESP kann deaktiviert werden. Neben strafferen Federn trägt der RS dann auch graue 17-Zoll-Leichtmetallräder (Serie 16-Zoll). Extremsportler können das serienmäßige ESP ausschalten, wenn sie den Miniaturschalter unter dem Lenkrad finden. Sportliche Designelemente wie Aluminiumpedale und der Drehzahlmesser mit Schaltlampe sind im Innenraum hingegen unübersehbar. Nur die weichen Schaumstoffsitze mit kurzer Sitzfläche überzeugen hier wenig. Doch die kleinen Schönheitsfehler muss man dem Sportskerl bei seinem Motto verzeihen: Der Preis ist heiß.





