Maserati Quattroporte Sport GT S

Die Summe der Kleinigkeiten machen den Unterschied

Maserati lanciert den Quattroporte Sport GT S mit großem Aufwand als neues Modell - das mag den einen oder anderen amüsieren. Schließlich halten sich die Italiener mit den Modifikationen zurück, aber die Summe der Kleinigkeiten machen den Unterschied.

Dabei halten sich die optischen Retuschen in Form von modifizierten Leuchteneinheiten vorn und hinten, eines präsenteren Kühlergrills mit Stäben statt Waben und neuen Materialien im Innenraum ebenso in Grenzen wie die technischen Neuerungen.

Doch wer die über fünf Meter lange italienische Sportlimousine das erste Mal ausführt, wird schnell gewahr, dass sich das neue Flaggschiff der Quattroporte-Baureihe, die im kommenden Modelljahr um eine Open-Air-Variante erweitert wird, weit besser in Szene zu setzen vermag, als die eher marginale Mehrleistung von 10 PS und die minimal angehobene Maximaldrehzahl auf 7200 Umdrehungen in der Minute vermuten lassen.

Beeindruckendes Klangerlebnis

Schon der Sound des nunmehr an einen Klappenauspuff gekoppelten 4,7-Liter-V8 ist allemal dazu angetan, die Nackenhaare stramm stehen zu lassen. Wer die Sporttaste am Instrumentenbrett betätigt, wird mit einem heiser-röchelnden Klangspektrum belohnt, das an Überzeugungskraft seinesgleichen sucht.

Auch die automatischen Gangwechsel gehen im Sportmodus verzögerungsfrei, hoch wie runter passgenau und von entschieden vorgetragenen Zwischengasstößen begleitet vonstatten. Im manuellen Schaltprogramm werden die sechs Fahrstufen via größer gewordenen, an der Lenksäule montierten Schaltpaddeln angewählt. In diesem Fall ist der Fahrer zur Gänze Herr des flotten und dank des neuen, auf das Sky-Hook-System verzichtenden Fahrwerks auch erstaunlich agilen Geschehens: Selbsttätiges Hoch- und Runterschalten ist der neuen Automatik-Software im manuellen Modus fremd.

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Anja Wassertheurer

Autor:

SPORT AUTO, Heft 1 / 2008

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