"Kein anderer Mini ist so agil", sagt Mini-Chef Kay Segler, in einen Rennoverall gezwängt, während er sich den Rennhelm vom Kopf reißt. Nein, Segler ist nicht unter die rasenden Auto-Manager à la Ulrich Bez gegangen, bei der Vorstellung des Mini John Cooper Works Coupés ist alles reinste Show.
So viel Show drumherum hat das Mini Coupé bei seiner offiziellen Präsentation gar nicht nötig, denn die Dachlinie der neuesten Mini-Baureihe weckt ganz von allein das Interesse. Laut Mini soll die Form eine verkehrt herum aufgesetzte Baseball-Kappe darstellen.
Mini-Zweisitzer im JCW-Trimm
Frech und keck legt das Mini JCW Coupé mit dem bereits aus den anderen Varianten bekannten 1,6-Liter-Reihenvierzylinder mit 211 PS los. Hier schreit der Turbo-Motor aber unter Last ab 4.500/min noch kerniger als bei seinen Brüdern. Ansonsten ähnelt das Fahrgefühl im Coupé den bisherigen JCW-Derivaten: Straffes Fahrwerk, knackiges Einlenkverhalten und ein Heck, das bei abgeschaltetem DSC und bewussten Lastwechselreizen mit lustvollen Ausfallschritten antwortet. So sieht Fahrspaß mit einem Fronttriebler aus.
Ein mechanisches Sperrdifferenzial suchen Sportfans weiterhin vergebens, entsprechend fahndet das Mini John Cooper Works Coupé bei deaktivierten Fahrhilfen manchmal mit durchdrehendem Vorderrad nach Grip. Und noch etwas wird Kurvengierige zunächst wenig begeistern. Der Zweisitzer wiegt wegen seiner versteiften Konstruktion, die auch Basis für die kommende Roadster-Variante ist, rund 35 Kilo mehr als der normale Viersitzer. "Bei den geringen Stückzahlen macht eine andere Bodengruppe keinen Sinn, aber in puncto Dynamik ist das leichte Mehrgewicht kein Nachteil", beruhigt Gerd Schuster, Leiter der Mini-Entwicklung. Schau’n mer mal, was der Test zeigt.







