Gründlich sind sie, die Techniker von BMW-Motorsport. Sehr gründlich sogar. Wer sich zur Probefahrt mit dem BMW Z4 M anmeldet, sollte schon am Vorabend in der Box vorbeischauen, zwecks Sitzprobe. Egal ob auto motor und sport-Tracktester oder Kaufinteressent: Z4 M-Novizen bekommen ein fünf DIN A4-Seiten starkes Heftchen überreicht – die Betriebsanleitung für das 400 PS starke Renn-Coupé.
Der Umgang will gelernt sein
Man möge sich doch abends im Hotelzimmer schon mal in der Theorie mit den Eigenheiten der Bedienung vertraut machen, wird einem nachdrücklich geraten. Dabei geht es im Speziellen um den fachgerechten Umgang mit den zwölf Knöpfen und zwei Drehschaltern, die scheinbar wahllos auf dem Lenkrad verstreut sind.
Ein Rennauto mit ESP
Sie sind beschriftet mit geheimnisvollen Kürzeln wie KDS oder DSC. Des Rätsels Lösung: Mit KDS (Kenn-Daten-Satz) wird die Quickshift-Funktion aktiviert, die es ermöglicht, beim zackigen Hochschalten voll auf dem Gas zu bleiben. Der wahre Clou verbirgt sich jedoch hinter DSC.
Bei der "Dynamic Stability Control" handelt es sich um das mit gezieltem Bremseneingriff arbeitende elektronische Stabilitäts- Programm (ESP), sprachlich fragwürdig im Volksmund auch Anti-Schleuder-Hilfe genannt. "Wir sind der einzige Hersteller, der ein mit ESP/DSC ausgerüstetes Rennauto im Programm hat", sagt Sportchef Mario Theissen.
Man braucht die Hand nicht vom Lenkrad nehmen
Andere Funktionen der bunten Knöpfe am Lenkrad sind leicht zuzuordnen: Mit "Left" und "Right" betätigt man zum Beispiel den Blinker, mit der Taste "Screen" wird die Heizung der Frontscheibe eingeschaltet, und wer "Radio" drückt, hört nicht etwa den Verkehrsfunk, sondern nimmt Kontakt mit dem Boxenpersonal auf.
Sofern der Fahrer seine Hausaufgaben ordentlich erledigt hat und die richtigen Knöpfe bedient, ist der Umgang mit dem Z4 M geradezu ein Kinderspiel. Der BMW tut alles, um den Fahrer zu entlasten. So verfügt er auch über ABS.







