Alle Opel OPC-Modelle: Die Sport-Blitze aus Rüsselsheim

Opel

Was AMG bei Mercedes oder die M-Versionen von BMW sind, das ist bei den Rüsselsheimer Modellen die OPC-Reihe: die sportliche Speerspitze der Serienmodelle. Dabei waren die dynamisch orientierten Fahrzeuge nur ein Nebenprodukt des Opel Performance Centers.

Bei der Gründung der Opel Performance Center GmbH im Jahr 1997 standen die Motorsportaktivitäten im Vordergrund. Für das Engagement im Breitensport verlangen die Richtlinien des Deutschen Motorsportbund DMSB, dass von einem Automodell mindestens 2.500 Exemplare verkauft sein müssen. Nur so kann ein Modell für den seriennahen Motorsport homologiert werden. Darum entstand 1999 der Opel Astra OPC als Basisfahrzeug für den Rundstrecken- und Rallyesport.

Einschlag wie ein Blitz
 
Bereits nach vier Monaten war das erste sportlich orientierte Straßenfahrzeug des Opel Performance Centers ausverkauft. Die auf 3.000 Exemplare limitierte Sonderserie mit 24 Mehr-PS kennzeichnete ein dynamisch wirkendes Karosseriedesign sowie ein 160 PS starker Saugmotor in Kombination mit einem sportlich abgestimmtem Fahrwerk und starker Bremse.
 
Um an den Erfolg des ersten Astra OPC anzuknüpfen, folgte 2002 eine nicht limitierte Serie. Das mittels Abgasturbolader auf 200 PS gestärkte Modell wurde neben dem Dreitürer auch in der Kombivariante Caravan angeboten. Mit identischer Motorisierung wurde bereits 2001 der Zafira OPC als erster Sportvan in die Produktpalette aufgenommen.

OPC typische Design- und Ausstattungselemente
 
Mit dem Ausstieg aus der DTM wurde 2004 die OPC-Sparte stärker in den Konzern integriert und für die sportlichen Modelle der Marke Opel verantwortlich. Neben der Leistung und dem Fahrwerk heben sich die OPC-Fahrzeuge von den Modellgefährten äußerlich durch sportliche Design- und Ausstattungselemente ab. Dazu zählen Frontschürzen mit markanten Lufteinlässen und Nebelscheinwerfern, stärker profilierte Seitenschweller sowie - je nach Modell - Heckschürzen und -spoiler. Des Weiteren gehören größer dimensionierte Leichtmetallräder und blau lackierte Bremssättel zu den typischen Merkmalen der dynamischen Ausstattungslinie. Im Innenraum besitzen die Top-Modelle Sportsitze mit Leder- oder Stoffbezügen, Sportlenkrad und Lederschaltknauf sowie ein Cockpit mit Instrumenten im OPC-Optik.

Sportliche Modellvarianten in fünf Baureihen

Aktuell umfasst die OPC-Palette sechs Modelle. Der kleinste Spross ist der im März 2007 vorgestellte Corsa OPC. Im Top-Modell der vierten Kleinwagen-Generation leistet der 1,6-Liter-Turbomotor 192 PS. Mittels Sechsganggetriebe kann der Dreitürer binnen 7,2 Sekunden auf Tempo 100 spurten und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h.

Mehr Platz bietet der Mini-Van Meriva, der ebenfalls in einer OPC-Variante angeboten wird. Sein 180 PS-Triebwerk bringt den sportlich gestalteten Fünfsitzer in 8,2 Sekunden über die 100 km/h-Marke. Ausgestattet mit einem Sportfahrwerk sind Reisegeschwindigkeiten bis zu 222 km/h möglich.

Noch größer und mit beachtlichen 240 PS ausgestattet bietet Opel den Zafira OPC an. Bis zu sieben Personen finden in dem Van Platz, der eine Top-Speed von 231 km/h erreicht. Sein 2,0-Liter-Turbomotor bringt den Rüsselsheimer innerhalb von 7,8 Sekunden auf 100 km/h und weist einen durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 9,6 Liter pro 100 Kilometer auf.

Der gleiche Vierzylinder erreicht im Astra OPC einen Durchschnittsverbrauch von 9,2 Liter/100 km. Dabei spurtet der coupéförmige Dreitürer in 6,4 Sekunden auf Tempo 100 und bis auf 244 km/h. Im 240 PS starken Kompaktsportler wird erstmals serienmäßig das elektronisch vernetze Fahrdynamik-System IDS-Plus2 eingesetzt. Dadurch kann der Fahrer per Knopfdruck eine sportlichere Abstimmung wählen, die neben den Stoßdämpfern, Traktionskontrolle und Bremsanlage auch Einfluss auf die Lenk- und Pedalansprache hat.

Der stärkste Serien-Opel aller Zeiten

Der stärkste Serien-Opel aller Zeiten ist das neue Hochleistungsmodell des Insignia. Der Insignia OPC bringt es auf satte 325 PS. Als Kraftquelle dient dem Opel Insignia OPC ein 2,8-Liter-V6-Turbomotor, der ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmeter stemmt. Erreicht wurde die Leistungssteigerung vor allem durch Optimierungen auf der Auslassseite, die den Abgasgegendruck mindern. Eine speziell entwickelte Auspuffanlage soll zudem den sportlichen Sound des Sechszylinders herausarbeiten. Kombiniert wird der Turbo-Motor im Opel Insignia OPC mit einem manuellen Sechsganggetriebe. Wer flott genug dessen Gänge wechselt, soll mit dem Insignia OPC die 100 km/h-Marke bereits nach sechs Sekunden erreichen können. Die Höchstgeschwindigkeit der OPC-Variante des Insignia liegt bei elektronisch abgeregelten 250 km/h.

Zum Serienstandard im Opel Insignia OPC gehört die elektronische Regelung der Radaufhängungen. Darüber hinaus hält der adaptive Allradantrieb mit elektronischer Mitten- und Hinterachsdifferentialsperre in die OPC-Version des Insignia Einzug. Um OPC-Ansprüchen zu genügen, wurde auch die Bremsanlage verstärkt. Vorne beißen Brembo-Bremszangen in 355 Millimeter große Scheiben, die innenbelüftet und zusätzlich gelocht sind. Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Opel Insignia OPC von den anderen Insignia-Varianten durch die neue Frontschürze mit zwei vertikalen Lufteinlass-Öffnungen und den neuen Stoßfänger hinten mit zwei integrierten Auspuffrohren (Hier kommen Sie zum Einzeltest Opel Insignia OPC).

Opel OPC-Modellübersicht
Modell Bauzeitraum Motor Leistung
Corsa OPC 2007 - 1.6-Liter-Turbomotor 192 PS
Astra OPC 1999 (3.000 Stück) 2.0-Liter-Saugmotor 160 PS
Astra OPC 2002 - 2005 2.0-Liter-Turbomotor 200 PS
Astra OPC 2005 - 2.0-Liter-Turbomotor 240 PS
Vectra OPC 2005 - 2006 2.8-Liter-V6-Turbomotor 255 PS
Vectra OPC 2006 - 2008 2.8-Liter-V6-Turbomotor 280 PS
Meriva OPC 2006 - 1.6-Liter-Turbomotor 180 PS
Zafira OPC 2001 - 2005 2.0-Liter-Turbomotor 200 PS
Zafira OPC 2005 - 2.0-Liter-Turbomotor 240 PS
Insignia OPC 2009 - 2.8-Liter-V6-Turbomotor 325 PS
Insignia Sports Tourer OPC 2009 - 2.8-Liter-V6-Turbomotor 325 PS
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Carsten Rose

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