Giugiaro Brivido Auto-Salon Genf 2012 13 Bilder Zoom

Italdesign Giugiaro Brivido auf dem Autosalon Genf: Heißer Schauer von Italdesign

Italdesign Giugiaro Brivido heißt die Studie, mit der die traditionsreiche Karosserieschmiede Italdesign auf dem Autosalon Genf Aufsehen erregt. Der in Martini-Farben lackierte Brivido (deutsch: Schauer) wird von einem 360 PS-V6 angetrieben.

Der Italdesign Giugiaro Brivido ist mit Antriebs- und Fahrwerkskomponenten aus dem VW-Konzern bestückt und nach Angaben der Entwickler voll fahrtüchtig. Unter der langen Fronthaube verbirgt sich ein Dreiliter-V6-Benziner mit Kompressoraufladung, der - an eine Achtgang-Automatik gekoppelt - den Brivido dank seiner 360 PS und dem maximalen Drehmoment von 460 Nm innerhalb von 5,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigen und ihm eine Höchstgeschwindigkeit von 275 km/h bescheren soll. Trotz dieser enormen Fahrwerte wird der fast fünf Meter lange Gran Turismo nach Angaben von Giugiaro nur 154 g/km CO2 ausstoßen, das entspricht einem Verbrauch von rund 6,5 L/100 km entspricht.

Große Flügeltüren erleichtern den Einstieg

Um die sportlichen Fahrleistungen mit hohem Komfort zu vereinen, ist die Studie auf dem Genfer Autosalon mit mehreren Innovationen bestückt. Zum Beispiel mit großen Flügeltüren, die es den Fondpassagieren erlauben, den Innenraum verrenkungsfrei und ohne ein Umklappen der vorderen Rückenlehnen zu entern. Während die Vordersitze im Sinne eines bequemeren Ein- und Ausstiegs an den Außenseiten abgeflacht wurden, kommen die hinteren Plätze mit einer LED-Umrandung, um den Einstieg auch bei Dunkelheit zu erleichtern. Die großzügige Verglasung der Portale sorgt zudem für eine verbesserte Rundumsicht aller Passagiere und unterstützt den Fahrer beim Manövrieren. Will dieser beim Bezahlen einer Straßenmaut oder beim Befahren eines Parkhauses aus dem Auto greifen, kann außerdem ein kleiner Ausschnitt des Fensters elektrisch geöffnet werden, während der Rest der Verglasung geschlossen bleibt.

Frontscheinwerfer sind 2,60 Meter lang

Äußerlich gibt sich der Italdesign Giugiaro Brivido klar als Sportwagen zu erkennen. Die Front wird von einen Kühlergrill aus Kohlefaser dominiert, der fast die gesamte Fahrzeugbreite einnimmt. Die Scheinwerfer erstrecken sich mit einer Länge von 2,60 Metern über die gesamten vorderen Radkästen bis in die Flügeltüren, wo sie die Funktion von Standleuchten und Blinkern übernehmen. Die lange Motorhaube ziert ein Powerdom-ähnlicher Block aus Aluminium. Im Falle eines Aufpralls mit einem Fußgänger wird sie aktiv angehoben und soll so die Schwere der Verletzungen mindern.

Das ebenfalls aus Kohlefaser gefertigte Heck wird von schmalen Leuchten, zwei großen Endrohren, einem Diffusor und dem ab einer Geschwindigkeit von 80 km/h automatisch ausfahrenden Spoiler geprägt. Große Leichtmetall-Felgen mit roter und silberner Lackierung unterstreichen den sportlichen Charakter des Brivido.

Italdesign Giugiaro Brivido mit symmetrischem Armaturenbrett

Innen ist die italienische Studie mit zahlreichen Monitoren und berührungsempfindlichen Displays ausgestattet. Auch hier stammt vieles aus der Federführung des VW-Konzerns. Das digitale Armaturenbrett ist für Fahrer und Beifahrer symmetrisch gestaltet. So kann auch der Beifahrer sämtliche fahrzeugrelevante Daten bequem ablesen. Der Fahrer kann das Geschehen hinter dem Fahrzeug über zwei kleine Monitore rechts und links von der Lenksäule beobachten. Kameras an den Seiten und am Heck des Brivido ersetzen dabei die konventionellen Spiegel. Für den Beifahrer steht eine Docking Station für das iPad bereit, das nach Angaben der Entwickler im Brivido als Steuergerät für die Mediaanlage, das Navigationssystem sowie den Internetzugang genutzt werden kann.

Die Fondpassagiere dürfen sich über 3D-Brillen freuen, die an das Infotainmentsystem gekoppelt sind. Einen Film sehen, die Reiseinformationen lesen oder über die Verbindung mit den Außenkameras das Geschehen auf der Straße verfolgen - das alles soll mit der Brille möglich sein.

Seit 2010 ist die Designschmiede zu 90 Prozent im Besitz des VW-Konzerns. Das Unternehmen wird vorrangig für das Design von Karosserien und Innenräumen beauftragt. Bei den eigens entwickelten Studien legt Firmen-Chef Giugiaro immer viel Wert darauf, dass sie leicht den Weg auf den Markt finden könnten. Man darf also gespannt sein, ob die ein oder andere Technik aus dem Brivido bald in einem Serienmodell zu sehen sein wird.

Thomas Gerhardt

Foto

SB-Medien

Datum

8. März 2012
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