Jaguar-Facelift für XF, XJ und XK

Jaguar schärft seine Modelle nach

Jaguar

Auf der New York Auto Show präsentiert Jaguar seine Modelle XF, XJ und XK in geschärfter Optik, erstmals mit Vierzylinder-Diesel. Der sparsamste und der stärkste je gebaute Serien-Jaguar sind dabei. 

Der Jaguar XF hat bereits einige wichtige Designpreise abgeräumt. Jetzt verpasst ihm Jaguar eine neue Front- und Heckpartie. Der XF soll sich optisch an den größeren Bruder Jaguar XJ annähern. Gleichzeitig gibt sich der XF aber keineswegs als überschwänglicher Luxusfreund zu erkennen, sondern als wahrer Sparfuchs. Der XF bekommt mit der Modellpflege einen neuen Motor unter die Haube. Ein 2,2 Liter großer Vierzylinder-Diesel werkelt nun besonders sparsam im Maschinenraum des Briten. Jaguar verspricht einen Verbrauch von 5,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Das entspricht 149 Gramm CO2 pro Kilometer. In dieser Fahrzeugklasse ist das in der Tat ein Wort.

2,2-Liter-Diesel mit 190 PS und vier Zylindern

Zur Freude der Kundschaft knausert der neue Motor allerdings nur mit dem Kraftstoff. Die Leistung bleibt nicht ganz auf der Strecke. Immerhin geben die vier Zylinder 190 PS an die Hinterachse ab. Das soll laut Jaguar für 225 km/h Spitze reichen. Den Sprint von Null auf 100 soll der XF in 8,5 Sekunden erledigen.

Achtgang-Automatik von ZF mit Start-Stopp

Den kleinen Diesel kombiniert Jaguar mit einem Achtgang-Automatikgetriebe von ZF. Zwar bekommt auch der große Diesel die Automatik, doch ein besonderes Schmankerl bleibt dem Basis-Diesel vorbehalten. Eine neue Start-Stopp-Automatik soll weiter Kraftstoff einsparen. Im Vergleich zu anderen Start-Stopp-Systemen verspricht Jaguar zudem, dass das Fahrzeug nach dem "Stopp" 40 Prozent schneller wieder in den "Start" kommt, als mit herkömmlichen Systemen. Die Jaguar-Version stellt den Motor schon beim Ausrollen ab. Die Briten nennen das was danach kommt ganz pragmatisch "segeln". Der Clou des Systems ist, dass der Motor nicht erst vollkommen still stehen muss, um wieder gestartet zu werden. Folgt auf die Segel-Phase also unmittelbar eine grüne Ampelphase, soll der Motor ohne Umschweife wieder seinen Dienst tun.

Tagfahrlicht in LED-Technik

Die auffälligsten Änderungen am Exterieur sind seitliche dreieckige Luftauslässe hinter den Vorderrädern. Vorne wie hinten leuchten nun LED-bewehrte Leuchten, an der Front allerdings nur als Tagfahrlicht und Blinker. Die Aufgabe der Hauptscheinwerfer übernehmen Bi-Xenon-Lampen. Dafür bildet das neue Tagfahrlicht ein kleines Highlight und ist gleichzeitig eine nette Design-Spielerei: Die LEDs sind in J-Form angeordnet. So soll also jeder Vordermann gleich im Rückspiegel erkennen, dass die britische Raubkatze zum Sprung ansetzt. Der Kofferraum lässt sich nun elektrisch ver- und entriegeln.

Die Preise für den neuen XF starten für den Basisdiesel bei 44.900 Euro. Der größere Dreiliter-V6-Diesel kostet 49.900 Euro. Für die V8-Version verlangt Jaguar 64.900 Euro ohne und 92.700 Euro mit Kompressor.

Jaguar XJ mit mehr Fond-Komfort

Der größeren Limousine Jaguar XJ wird auf den ersten Blick nicht ganz so viel Kosmetik zu Teil. Hier stehen die Zeichen vor allem auf Komfort. Komfort, den in erster Linie die Fond-Passagiere zu spüren bekommen. Mit dem Fond-Komfort-Paket stattet Jaguar die Rücksitze mit allerhand elektrischen Verstellmöglichkeiten aus. Die Sitzlehnen lassen sich in der Neigung verstellen. Ebenso wie die Lendenwirbelstütze. Zudem bekommt das Gestühl eine Massage-Funktion. 

Ist der Beifahrersitz nicht besetzt, lässt er sich auf Wunsch einfach wegklappen. So haben auch die optionalen Fußbänkchen mehr Platz. Den neuen Sitzkomfort bietet Jaguar sowohl in der Langversion, als auch mit normalem Radstand an.

Supersport-Optik für normalen XJ

Weiter öffnet Jaguar den normalen XJ-Versionen zumindest optisch das Tor in die Welt der Supersport-Version. Die bekommen zukünftig auch das Beleuchtungspaket mit Licht in den Einstiegsleisten, beleuchteten Lüftungsdüsen und Kofferraum-Schutzleiste. Zudem gibt es ab jetzt auch Pianolack für die Normal-Versionen - alles gegen Aufpreis, versteht sich.
Ein kompakterer, leichterer Schlüssel und zwei neue Farben runden das Facelift-Paket ab. Je nach Wunsch erstrahlt die XJ-Karosserie in Italian Racing Red oder in Black Amethyst. Das Rennrot bedarf keiner weiteren Erklärung. Hinter Black Amethyst verbirgt sich hingegen ein Schwarzton mit violetten Akzenten.


Zu haben ist der Jaguar XJ ab 79.750 Euro. Wer in die Supersportliga einsteigen will, muss mindestens 136.750 Euro anlegen.

Jaguar XK mit LED-Licht

Neben den beiden Limousinen lässt Jaguar auch seinen Sportwagen XK bei der Modellpflege nicht außen vor. Auch er bekommt LED-Einlagen in die Scheinwerfer und Rücklichter. Beim XK übernehmen die Leuchtdioden allerdings auch die Funktion des Abblendlichts. Eine neue Optik bekommt auch der Kühlergrill. Er wird grundsätzlich größer. Je nach Farbe lässt sich aber auch einfach ablesen, welche XK-Version gerade vor dem Auge des Betrachters steht. Der Standard-XK bekommt ein Chrom-glänzendes Maschengeflecht vor den Kühler. Der XKR ist mattschwarz und sportlich. 

Am Heck hat Jaguar die Chromspange einer Diät unterzogen. Dank der schlankeren Linie ist nun Platz für das Markenzeichen, den springenden Jaguar. Die Großkatze zeichnet alle drei Jaguare am Heck aus.

XKR-S als Topmodell

Mit dem XKR-S baut Jaguar ab dem neuen Modelljahr das stärkste Serienauto in der Unternehmensgeschichte. Der XKR-S beschleunigt in 4,4 Sekunden auf 100. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt 300 km/h. sein High-Performance-Auspuffsystem mit Dynamic-Pack ist aber optional auch für den normalen XKR zugänglich.
Der XKR-S glänzt auch im Innenraum mit Finesse. Polierte Edelstahlpedale tragen stolz das Jaguar-Emblem. Auch seine Sitze sind mehrfach elektrisch verstellbar und mit Soft-Grain-Leder bezogen. Memoryfunktion und Sitzheizung sind selbstverständlich auch an Bord. Der Dachhimmel ist aus feinstem italienischen Leder gefertigt und gegen Aufpreis auch für die anderen XK-Version erhältlich. Eine Rückfahrkamera, deren Bild auf dem sieben Zoll großen Monitor in der Mittelkonsole dargestellt wird, sorgt dafür, dass die Heckschürze beim Einparken keinen Schaden nimmt.

Zu haben ist der XK ab 91.200 Euro. Der XKR kostet 106.200 Euro. Wer die Cabrio-Version bevorzugt, muss jeweils 8.200 Euro mehr anlegen. Das Topmodell XKR-S bietet Jaguar ab 129.900 Euro an. 

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Markus Bauer

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