Kompletter Umbau in der Ausbildungswerkstatt
Der Rastatter Mercedes-Werkleiter Peter Wesp stellten seinen Mitarbeitern die Aufgabe, auf Basis einer B-Klasse ein ganz besonderes Fahrzeug zu schaffen. Dabei sollte das Raumkonzept der B-Klasse unverändert und die Alltagstauglichkeit gewahrt bleiben. Von außen sollten nur dezente Hinweise den Umbau kennzeichnen und der Innenraum entsprechend aufgewertet werden.
Umfangreiche Modifikationen an der B-Klasse
Als neues Herzstück für den sportlichen Mercedes B55 wurde ein 5,5-Liter-V8 mit 388 PS samt Siebengang-Automatik auserkoren. "Das V8-Herz passte erstaunlich gut, wir konnten sogar die originalen Motoraufhängungen verwenden", freut sich Würz nach der Transplantation. Doch die sportliche B-Klasse verlangte auch nach individuellen Modifikationen. So wurde die Lenkung angepasst und die Hinterachse einer E-Klasse der Baureihe W210 in der B55-Karosserie integriert. Zudem musste noch das Motorsteuergerät auf den neuen Hinterradantrieb umprogrammiert werden.
Aus dem umfangreichen Mercedes-Ersatzteilangebot bedienten sich die Auszubildenden bei der Abgasanlage, die für eine entsprechende akustische Entfaltung des V8 sorgt. Damit die Kraft des B55 eingebremst werden kann, sitzt hinter den AMG-Sporträdern im Fünf-Speichen-Design die Bremsanlage des C32 AMG. Für entsprechende Fahrdynamik in der B-Klasse sorgt ein K&W-Gewindefahrwerk und breite 18-Zoll-Reifen der Dimension 235/40 vorne und 255/35 hinten. Bei der Innenausstattung steuerte die Mercedes-Ausbildungswerkstatt in Sindelfingen Alcantara-Verkleidungen der A-, B- und C-Säulen bei sowie einen ebenfalls mit dem noblen Material bezogenen Dachhimmel.
Insgesamt legt der Mercedes B55 beim Gewicht gegenüber der Basis um 180 Kilogramm auf 1.620 Kilogramm zu. Trotzdem soll der Mercedes B55 in unter sechs Sekunden auf Tempo 100 sprinten.







