Alles über Essen Motor Show
12/2011 Essen Motorshow 2012, Impressionen, Rundgang 75 Bilder Zoom

Messe-Rundgang Essen Motor Show 2012: Aufschwung mit Wild Things und Charity-Tuning

Nach Jahren des Darbens und einem zaghaften Neuanfang im Vorjahr zeigt sich die Essen Motor Show 2012 im Aufwind. Neben Neuheiten besinnt man sich auf alte Tugenden. Unser Autor Markus Stier hat sich auf der Messe umgesehen.

Harald Grohs ist topfit und gut drauf. "Ich werde gut gepflegt“, sagt die 69-Jährige Rennlegende mit über 50 24-Stundenrennen. Grohs ist am Wochenende bei einem Sportwagenrennen in Vallelunga noch Dritter geworden. Jetzt steht das Essener Urgestein am sport-auto-Stand auf der Messe. Grohs kommt seit den ersten Tagen jedes Jahr zur Motorshow, er hat die mageren letzten Jahre gut in Erinnerung. Es tut sich wieder was, vor allem, weil man sich wieder mehr auf das Ursprüngliche konzentriert.

BMW 3er mit Performance-Kit, Skoda haut fester drauf!

Die Essener Motor Show hat eigentlich als Motorsportmesse begonnen, und prompt empfängt Sebastian Vettels Vorjahres-Red Bull die Besucher am Eingang West. In Halle drei gibt es neben einer Sonderausstellung für rasante Design-Studien eine Sonderschau von Le-Mans-Sportwagen vom Porsche 917 bis zum Sauber Mercedes C9. Dahinter präsentieren sich ein halbes Dutzend Autos aus der DTM.
 
Der ewige Rennfahrer Grohs mahnt: "Auch der ein oder andere Hersteller sollte sich besinnen, jetzt wo es wieder anzieht." Kleinvieh macht auch Mist, und so nimmt die Welt wohlwollend zur Kenntnis, dass die BMW M-GmbH erstmals einen 320 Touring mit Performance Kit auflegt. Nebenan haut Skoda schon fester drauf. Man hat für den mondänen Messestand einen Citigo im WRC-Look mitgebracht, gegen den der Rallye-Fabia S2000 fast zierlich aussieht.

Opel, auf der Essen Motor Show mit Sportwagen quicklebendig

Im Wirtschaftsleben totgesagt, präsentiert sich Opel in Essen quicklebendig. Für den gerade erst vorgestellten Adam gibt es bereits eine Rallye-Version in voller Kriegsbemalung mit 1,4 Liter-Turbomotor mit 140 PS und sequenziellem Getriebe für 25.000 Euro. Ein noch härterer Kampfpreis ist die Renn-Version des OPC-Astra mit 300 PS für knapp 48.000 Euro und als Draufgabe einem wüsten Dachflügel, der richtig Abtrieb bringt. Allerdings ist die Auflage von 20 Stück für den Langstreckenpokal am Nürburgring schon vergriffen.
 
In der Motorradhalle sind die kleinsten Geräte die größten Hingucker. Scooter Attack ist der Kampfname des 26 PS starken Rollers mit Vespa-Einzylinder. Das 35 Kilo-Leichtgewicht ist für Dragsterrennen gebaut und lässt beim Ampelstart locker einen herkömmlichen Ferrari stehen. Für die ganz Harten gibt es noch eine Zweizylinder-Version, die in drei Sekunden auf Tempo 100 sprintet.

Bundeswehr buhlt auf der Essen Motor Show um Kundschaft

Apropos Hart: In Halle zwölf wirbt die Bundeswehr um Kundschaft. Das wird nicht leicht, wenn man keinen Publikumsmagneten wie den Spürpanzer Fuchs dabei hat. Die Fregatte in der Vitrine macht wenig her, man lockt Auto-Affine zum Kommandeurswagen. Blau mit Blaulicht, ansonsten ein stinknormaler E220 Mercedes, nicht mal gepanzert. Der Fahrspaß hält sich aber vor allem deshalb in Grenzen, weil der Kommandeur ja nur hinten sitzt. Dann schon eher die neue Brabus-A-Klasse in Polizei-Lackierung mit 245 PS.
 
Natürlich wollen wir die letzten Trends im Zubehörbereich nicht unterschlagen. In Halle 2 bollert der Gangnam Style aus den Lautsprechern, beim Unternehmen Modul gibt es Radgröße 75D in Pushup-Schalen mit Nietenbesatz. Nebenan bei Royal ist eher 80 Doppel-D angesagt. Ach so, ja die hatten auch Felgen, aber das habe ich jetzt nicht mehr so im Kopf. Unvergesslich dagegen das MF-Leichtmetallrad "Wild Things" mit Leopardenlackierung. Und wollte man nicht schon immer einen Audi R8 in Tennisball-Gelb haben?

Hörner und Geweihe sin dde rneue Trend - vollgasfest

Enttäuschung in Halle neun. Beim Rücklichterramsch und am Endrohr-Wühltisch ist nichts los. Bei der Endstufenausgabe nebenan sind die Zugbrücken noch gar nicht runtergelassen. Der erste Publikumstag ist erst morgen. Der neueste Trend in Essen ist Charity-Tuning. In einem Winkel von Halle zwölf werden Geweihe und rote Knubbelnasen von Rudy, dem Rentier für 14,90 Euro verkauft, ein Euro geht an einen guten Zweck. Die Hörner werden wie Plastikfähnchen auf die Seitenscheiben gesetzt, die Nase mit Draht am Kühlergrill befestigt. Geweih an der Scheibe ist ein Renner in WM- und EM-freien Jahren und die Geschenkidee für Weihnachten. Und vollgasfest sind die Hörner auch. Der Verkäufer verspricht: "Ich bin damit schon 180 gefahren."

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