Neuer BMW Z4: Frischer Wind in der Modellpalette

Die Neuauflage des BMW Z4 verfügt über ein faltbares Blech-Hardtop und ersetzt dadurch nicht nur den Roadster, sondern auch das Z4 Coupé. Neben der reduzierten Modellpalette wird auch auf eine M-Variante verzichtet. Premiere feiert der Zweisitzer auf der Detroit Motor Show 2009.

Dem Trend der Zeit folgend, legt auch der BMW Z4 in seinen Abmessungen zu. Knapp 4,24 Meter von Stoßfänger zu Stoßfänger bedeuten eine Längenzunahme von knapp 14 Zentimeter. In der Breite wird der Z4 nur im Millimeterbereich größer - nun 1,79 Meter. Reduziert wurde die Höhe, und zwar um acht Millimeter auf nun 1,29 Meter. Bei einem nahezu unveränderten Radstand von 2,50 Meter soll der BMW Z4 dennoch einen deutlich luftigeren Innenraum und damit mehr Kopf-, Ellenbogen- und Schulterfreiheit bieten.

Kofferraumvolumen des BMW Z4 sinkt deutlich

Begrenzt wird die neu gewonnene Freiheit je nach Wetterlage vom neuen, zweiteiligen Alu-Hardtop mit großen Glasflächen und vier einzeln versenkbaren Seitenscheiben. Ein Knopfdruck genügt jedoch und elektrohydraulisch getrieben öffnet sich in 20 Sekunden über den beiden Passagieren die Pforte zum Himmel. Gleichzeitig reduziert sich allerdings der Kofferraum von 310 auf 180 Liter. Der Vorgänger hatte, ob offen oder geschlossen, 260 Liter zu bieten.

Die Linienführung mit der langen Motorhaube und dem knackigen Heck übernimmt die Neuauflage vom alten Z4, wurde aber in allen Bereichen markanter ausgearbeitet. So legte die Niere an Dominanz zu, die Schulterpartien vorn und hinten streben weiter in die Breite, die seitlichen Kiemenelemente erhielten einen neuen Zuschnitt und auch seine Rückleuchten fährt der Z4 in neuer Form durch die Lande.

I-Drive erstmals im Z4 an Bord

Den Nutzwert des Roadsters steigern die auf 330 Kilogramm erhöhte Zuladung sowie die neu gewonnenen Ablagen im Innenraum und hinter den Sitzen. Zudem ermöglicht eine Durchladeöffnung auch den Transport von längeren Gegenständen. Seinen ersten Einsatz im Roadster erlebt auch das I-Drive-Bediensystem der jüngsten Generation. Der Dreh-Drück-Kipp-Controller auf der Mittelkonsole sowie verschiedene Funktionstasten und ein ausklappbares Display fassen die Bedienung der Entertainment-, Navigations- und Telekommunikationskomponenten zusammen. Internetzugang und eine Festplatten-Audiosystem stehen auf der Optionsliste. Serienmäßig sind dagegen Front- und Seitenairbags sowie massive Überrollbügel, Runflat-Reifen und Bi-Xenon-Scheinwerfer und die dreistufige Fahrdynamik Control. Hier lassen sich per Knopfdruck das Ansprechverhalten von Lenkung, DSC, Gaspedal, Motorsteuerung, Schaltung und - wenn als Option verbaut - die Dämpferverstellung des Sportfahrwerks beeinflussen. Einfluss nimmt auch der neue Tempomat, der nicht nur auf die Wunschgeschwindigkeit beschleunigt, sondern auch bei Bedarf selbständig bremst und auch bei Kurvenfahrten das Tempo automatisch reduziert.

M-Variante nicht in Planung

Dynamisch tritt auch das Motorenportfolio des neue Z4 an. So stehen ausschließlich potente Sechszylinder zur Wahl. Basistriebwerk ist ein 2,5-Liter-Reihensechser mit 204 PS. Darüber sorgt ein Dreiliter-Sauger mit 258 PS für die nächste Leistungsstufe. Top-Motor ist ein Dreiliter-Bi-Turbo mit 306 PS. Vierzylinder- oder eine M-Variante sind derzeit nicht in Planung. Serienmäßig sorgt bei allen Aggregaten eine manuelle Sechsgang-Schaltbox für die Kraftverteilung auf die Hinterräder. Optional können die kleineren Aggregate auch mit einer Sechsgang-Sportautomatik kombiniert werden. Exklusiv dem Bi-Turbo vorbehalten bleibt das Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Fahrstufen.

Zur Grundausstattung aller Modelle zählen jedoch eine Euro 5-Einstufung sowie die Bausteine des Efficient-Dynamics-Pakets wie Bremsenergie-Rückgewinnung, elektromechanische Servolenkung, bedarfsgerecht gesteuerte Nebenaggregate, Schaltpunktanzeige und Leichtlaufreifen.

BMW Z4 ab 35.900 Euro

Diese messen 17 Zoll im Durchmesser - optional sind auch 18- und 19-Zöller verfügbar - und kommen auf ein Format von 225/45 an der Vorderachse und 255/40 an der Hinterachse. Deren Führung übernimmt ein weitestgehend aus Aluminium gefertigtes Fahrwerk. Sollte dieses mal überfordert sein, greift das serienmäßige und abschaltbare DSC, das nun auch die Funktion einer Differenzialsperre übernimmt, ein.

Gefertigt wird der neue Z4 künftig im Werk Regensburg, von wo aus er ab dem 9. Mai zu den Händlern rollt. Wer mit dem neuen Roadster liebäugelt, sollte sich auf Preise ab 35.900 Euro für den Z4 sDrive 23i einstellen. Der Z4 sDrive 30i kostet ab 42.900 Euro und die Top-Version geht ab 47.450 Euro in Kundenhand über.


Z4 sDrive 23i Z4 sDrive 30iZ4 sDrive 35i
Hubraum 2.497 cm³ 2.996 cm³ 2.979 cm³

Leistung 204 PS 258 PS 306 PS

Drehmoment 250 Nm 310 Nm 400 Nm

0 - 100 km/h 6,6 (7,3) Sek. 5,8 (6,1) Sek. 5,2 (5,1) Sek.

Vmax 242 (239) km/h 250 km/h 250 km/h

Verbrauch 8,5 (8,2) L/100 km 8,5 (8,3) L/100km 9,4 (9,0) L/100 km

CO2 199 (192) g/km 199 (195) g/km 219 (210) g/km

Abgasnorm Euro 5 Euro 5 Euro 5

Grundpreis 35.900 Euro 42.900 Euro 47.450 Euro

Werte in Klammern für Automatik


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Ulrich Baumann

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