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Öko-Sportwagen Ausblick: Sieben starke Sportler für die Zukunft

Bald gibt es Elektrorenner und Hybridsupersportwagen als Serienfahrzeuge zu kaufen: Audi R8 E-Tron, BMW i8, Ferrari-Enzo-Nachfolger, Jaguar C-X75, Porsche 918 Spyder, McLaren F1-Nachfolger und Mercedes SLS AMG E-Cell stehen in den Startlöchern.

Haben Supersportwagen in Zukunft keine großvolumigen Motoren mehr, sondern setzen auf alternative Antriebstechnologien? Denn weniger Verbrauch bei mehr Leistung und noch mehr Drehmoment sorgen für ein Umdenken bei den Herstellern. Wie weit die Entwicklung bereits fortgeschritten ist, zeigen die kommenden Seriensportler. Dabei rüsten Audi und Mercedes ihre aktuellen Sportmodelle mit alternativer Antriebstechnik aus, während Ferrari und McLaren an modernen Nachfolgern ihrer Legenden arbeiten. BMW, Jaguar und Porsche entwickeln sogar ganz neue Fahrzeugkonzepte.

Porsche 918 Spyder mit rund 800 PS

Der schwäbische Sportwagenhersteller will Ende 2013 den Superhybridsportler Porsche 918 Spyder auf den Markt bringen. Bereits 2010 wurde die Studie auf dem Genfer Autosalon präsentiert und inzwischen können die 918 Exemplare für 768.026 Euro bestellt werden. Seine Systemleistung von 795 PS schöpft der Porsche 918 Spyder aus einem Parallel-Vollhybridsystem, das sich aus einem 4,6-Liter-V8 mit 580 PS Leistung sowie zwei Elektromotoren mit insgesamt rund 180 kW zusammensetzt. Ein Doppelkupplungsgetriebe verteilt die Kraft des Verbrennungsmotors auf die Hinterräder, zusätzlich kann dort ein 90 kW starker E-Motor zugeschaltet werden. Der zweite Elektromotor treibt die Vorderachse des 1.700 Kilogramm schweren Sportwagens mit 80 kW Leistung an. Mit dem maximalen Drehmoment von über 750 Nm soll der Mittelmotorsportler in unter drei Sekunden Tempo 100 erreichen (0-200 km/h: <9,0 s; 0-300 km/h: <27,0 s). Maximal 325 km/h gibt der Hersteller für den Porsche 918 Spyder an, wobei rein elektrisch 150 km/h möglich sind. Dann beträgt die Reichweite im Elektrobetrieb allerdings nicht die maximalen 25 Kilometer. Die Nürburgring-Nordschleife hat ein Porsche 918 Spyder-Prototyp in 7:14 Minuten umrundet.

Jaguar C-X75 ohne Gasturbinen

Mit der Studie des Jaguar C-X75 haben die Briten ihren "Hyper-Sportwagen" vorgestellt. Die für 2014 geplante Serienversion muss zwar auf die Gasturbine verzichten, nutzt dafür einen Turbo-Kompressor-Hochdrehzahl-Downsizing-Vierzylinder mit Plug-in-Hybrid. Über 500 PS sollen aus 1,6 Liter Hubraum mit mächtiger Doppelaufladung und 10.000 Umdrehungen möglich sein. Zudem sitzen an der Vorder- und Hinterachse zwei potente E-Motoren mit axialer statt radialer Magnetfeldverteilung und daher viel kompakter bauend. Rein elektrisch ist damit Tempo 100 in sechs Sekunden erreicht. Nur die Hälfte der Zeit benötigt der 1,5 Tonnen wiegende Allradsportler für diese Disziplin bei der Zuschaltung des Verbrenners.

BMW i8 mit 353 PS

BMW entwickelt mit dem i8 ebenfalls einen Hybridsportwagen, der 2013 reif für die Serienproduktion sein soll. Bei dem Plug-in-Hybrid unterstützen zwei Elektromotoren mit 96 kW den 1,5-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 223 PS. Mit einer Systemleistung von 353 PS soll der BMW i8 von null auf Tempo 100 in 4,8 Sekunden sprinten. Damit die maximale Reichweite von 700 Kilometern erreichbar ist, wird die Karosserie aus leichten Kohlefaserlaminatstrukturen gefertigt. Dafür liegt der Preis für den BMW i8 auch über 100.000 Euro.

Ferrari Enzo-Nachfolger mit 920 PS

In die Fußstapfen eines legendären Sportwagens soll der neue Ferrari mit Hybridstrang treten. Für 2013 ist der Leichtbaurenner mit einer Kombination aus Zwölfzylindermotor mit Hy-KERS-System geplant. Allein der V12 soll 800 PS leisten und mit den zusätzlichen 120 PS des KERS-Systems, steigt die Maximalleistung auf 920 PS. Sollte das Fahrzeuggewicht wie geplant unter einer Tonne liegen ist auch der 0-100-Sprint in unter drei Sekunden möglich. Der Preis wird vermutlich ferraritypisch etwas höher als bei den deutschen Supersportwagen liegen.

McLaren F1-Nachfolger mit 900 PS

Neben den Italienern haben auch die Briten einen legendären Sportwagen gebaut, den McLaren F1. Sein würdiger Nachfolger wird bereits entwickelt und soll ebenfalls mit einem alternativen Antriebskonzept ausgestattet sein. Dafür wird eine modifizierte Version des 3,8-Liter-Achtzylindermotors aus dem McLaren MP4-12C mit dem aus der Formel 1 bekannten KERS-System kombiniert. V8 und Elektromotor können dem Supersportwagen dann eine Systemleistung von 900 PS spendieren. Ob die Sitzposition erneut in 1+2-Anordung oder in zwei klassischen Sitzen erfolgt ist ebenso ungewiss wie der Preis.

Honda NSX-Nachfolger mit Hybridantrieb

Auch die Japan arbeiten an einen Hybrid-Supersportwagen. Der nächste Honda NSX soll teilelektrisch rennen. Dafür bekommt der V6 mit Benzindirekteinspritzung und VTEC Unterstützung von zwei Elektromotoren. Während der Verbrenner seine Kraft an die Hinterräder weiterleitet, treiben die E-Motoren die Vorderrädern an, wodurch die Antriebseinheit zu einem intelligenten Allradantrieb aufgewertet wird. Zudem soll ein im Doppelkupplungsgetriebe integrierter E-Motor das Sprintvermögen steigern.

Audi R8 E-Tron mit Nordschleifen-Rekord

Audi bringt mit dem R8 E-Tron einen Elektrosportwagen, bei dem zwei E-Motoren zusammen 280 kW (381 PS) bzw. 820 Newtonmeter Drehmoment entwickeln. An den Hinterrädern sollen laut Hersteller sogar über 4.900 Nm anliegen und den Elektro-R8 in 4,6 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. Die Nürburgring-Nordschleife hat der Audi R8 E-Tron bereits in 8:09,099 Minuten umrundet. Der fast 1,8 Tonnen schwere Sportler wird vermutlich über 150.000 Euro kosten, kann dafür rund 215 Kilometer rein elektrisch fahren.

Mercedes SLS AMG E-Cell mit Leichtbau-Monocoque

Mercedes spendiert dem SLS AMG ein Batterie-Carbon-Monocoque sowie ein Elektrik-Antriebsstrang. Vier radnah angeordnete Synchron-Elektromotoren mit 392 kW Höchstleistung und einem Drehmoment von 880 Newtonmetern treiben den SLS AMG E-CELL an und sorgen durch individuelle Kraftverteilung auf die einzelnen Räder auch für ein intelligentes Allradsystem mit guter Traktion. Damit soll der Elektro-Flügeltürer in vier Sekunden auf 100 km/h spurten und eine Reichweite von 200 Kilometer besitzen. Bereits 2013 kommt das sportliche E-Cell-Modell auf den Markt.

Carsten Rose

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