Sportwagen-Flops: Erfolglose Sportmodelle der Hersteller

Matra Bagheera

Sportwagen sind schon seit jeher die i-Tüpfelchen auf der Modellpalette eines jeden Herstellers. Die Sportmodelle dienen dabei oft als Innovationsträger und sollen das Image der Autobauer aufpolieren. Doch nicht immer geht diese Rechnung auf.

Viele Hersteller haben sich in den vergangenen Jahrzehnten an Sportwagen versucht, einige erfolgreich, viele erfolglos. Egal, ob Supersportwagen oder Sportcoupé für die breite Masse - wenn die Mischung nicht stimmt bleibt der Erfolg aus. An fehlenden Alleinstellungsmerkmalen kann es in vielen Fällen nicht gefehlt haben.

Renault versuchte sich immer wieder an Sportmodellen. Konnte der erste Alpine noch als Rallye-Auto überzeugen, so gerieten die Folgemodelle wegen falscher Marktpositionierung schnell ins Abseits. Auch unter dem eigenen Label versuchte sich Renault 1980 an einem Sportcoupé - dem Fuego, der es als Turbo auf immerhin 132 PS brachte.

Glückloser DeLorean

Renault-Power sorgte auch im glücklosen DeLorean mit Edelstahlkarosserie und Flügeltüren für Vortrieb. Die 132 PS aus dem 2,8-Liter-V8 blieben allerdings deutlich hinter den Erwartungen der Kundschaft zurück. An Power fehlte es dem britischen MG X-Power SV aus dem Jahr 2003 hingegen nicht. Kompressor-bestückte V8-Triebwerke von Ford leisteten bis zu 385 PS. Verkaufen ließ sich der MG dennoch nicht.

Wenig erfolgreich waren auch einige Sportwagenversuche italienischer Hersteller.Trotz Mittelmotor-Konzept und von Pininfarina gestylter Karosserie blieb derLancia Beta Monte Carlo nur eine automobile Randerscheinung. Glücklos blieb auch das Fiat Coupé, obwohl es als 2.0 20V Turbo satte 220 PS leistete und mit einer Spitze von 250 km/h seinerzeit der schnellste Fronttriebler am Markt war.

Capri, Corrado oder Calibra ohne Nachfolger

Aber auch deutsche Hersteller schafften mit ihren Sportcoupés nie den ganz großen Wurf. Ob Ford mit dem Capri oder dem Probe, VW mit dem Corrado oder Opel mit dem Calibra, der als 204 PS-Turbo 4x4 das schnellste Opel-Modell (243 km/h) war. Alle verschwanden ohne Nachfolger aus den Modellprogrammen.

Bagheera, Starion oder 3000 GT?

Erinnern Sie sich noch an den Matra Bagheera aus dem Jahr 1974? Die flache Kunststoffkarosse barg drei Sitze nebeneinander. Auch der 1980 nachgeschobene Matra Murena verfügte über dieses Feature. Der Bagheera leistete maximal 90 PS, der Murena kam mit Werkstuning auf bis zu 142 PS.

Einzigartig war auch der Mitsubishi Starion, der in der zweiten Modellgeneration mit einem 2,6-Liter-Vierzylinder plus Turboaufladung aufwartete. Dieser galt seinerzeit als der hubraumstärkster Vierzylinder in einem Pkw - erst der Porsche 968 konnte mit seinem Drei-Liter-Aggregat den Japaner übertrumpfen.

Ein 230 PS starker Sechszylinder-Wasserboxer, der seine Kraft über einen Allradantrieb verteilte, war ein Highlight des Subaru SVX aus den 90er Jahren. Biturbo-Technik sollte dagegen den Toyota Supra, den Mitsubishi 3000 GT und den Nissan 300 ZX nach vorne bringen. Leistung stand mit um die 300 PS immer ausreichend zur Verfügung, dennoch blieb der Erfolg dieser Modelle aus.

Wankel-Sportler ohne Erfolg: der Mazda RX-7

Am Range eines Verkaufsschlagers schrammte auch der Mazda RX-7 vorbei. Mit seiner Wankeltechnik blieb er immer ein Exot. 1966 brachte Lotus den Europa auf den Markt. Einem leichtgewichtigen, rennstreckentauglichen Chassis stand alledings nur ein schwachbrüstiger Renault-Motor gegenüber, der erst in der letzten Entwicklungsstufe 126 PS leistete.

Allen gemein ist dagegen die Treue ihre Fans, die den Exoten auch heute noch die Stange halten. Die Online-Redaktion von sport auto hat verflossene Sportwagenträume aus der jüngeren Vergangenheit zusammengetragen. Natürlich ohne Gewähr auf Vollständigkeit.

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