24h Rennen Nürburgring 2012 (10.30 Uhr) : Phoenix-Audi übernimmt Spitze kampflos

24h-Rennen Nürburgring 2012

Drama am Nürburgring. Nachdem in der Nacht schon der Schubert-BMW mit einem Antriebswellenschaden zurückfiel, traf es am Vormittag auch den führenden Rowe Mercedes. Fünfeinhalb Stunden vor dem Ziel führt nun der Phoenix-Audi.

Die Nacht war beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring wieder einmal verlustreich. Dieses Mal traf es ausgerechnet das lange souverän führende Werksauto von Schubert BMW. Um kurz nach drei Uhr musste der Z4 GT3 rückwärts in die Box geschoben werden. "Die hintere rechte Antriebswelle war defekt. Zur Sicherheit haben wir die linke Welle gleich mit gewechselt", erklärte Teamchef Torsten Schubert.

Mercedes gibt Führung an Audi ab

Die Reparatur kostete die BMW-Werksmannschaft insgesamt 52 Minuten. Die Führung war damit futsch. Um den Platz an der Spitze des Feldes entwickelte sich anschließend ein heißer Kampf zwischen Mercedes und Audi. Zunächst führte noch der Rowe SLS GT3 mit der Nummer 22 das Feld an. Ein kleiner Ausrutscher und ein Reparaturstopp um kurz nach zehn warfen den Silberpfeil aber zurück.

"Wir haben hinten rechts ein Problem mit der Radaufhängung", erklärte Pilot Thomas Jäger enttäuscht. "Das ist zu diesem Zeitpunkt wirklich bitter. Es ist schade, wenn wir dadurch um den verdienten Lohn gebracht werden."

Audi vor BMW und Porsche

Lachender Dritter war der Audi R8 LMS von Marcel Fässler, Christopher Mies, René Rast und Frank Stippler. Nach 118 Runden übernahm das Phoenix-Audi die Spitze. Erster Verfolger ist nun der zweite Schubert BMW mit der Startnummer 20 (Hürtgen, Schwager, Bastian, Adorf). Der Rückstand betrug allerdings schon 2:20 Minuten.

Durch das Pech der Konkurrenz hat sich auch der Porsche nach vorne gearbeitet. Der Wochenspiegel 911er mit der Startnummer 11, mit der Siegermannschaft aus dem Vorjahr, hat allerdings schon mehr als drei Minuten Rückstand auf den führenden Audi.

Regen im Morgengrauen

Ein weiteres Opfer der Nacht war der Ford GT3 von Jürgen Alzen. In den ersten Stunden machte bereits die Elektrik Probleme. Immer wieder fiel die Bordspannung aus. Um kurz nach drei Uhr sorgte dann ein Getriebeschaden für den endgültigen Ausfall.

Neben der Standfestigkeit sorgte auch das Wetter am Nürburgring wieder einmal für Probleme. Nachdem es ungewöhnlich lange trocken war, kam um 6 Uhr in der Früh plötzlich der Regen. Viele Piloten verlangsamten bei schlechten Sicht- und Grip-Verhältnissen ihr Tempo. Das beste Tempo konnte in der feuchten Phase der Rowe-Mercedes gehen, der sich im Morgengrauen an die Spitze setzte. Wie erwähnt, konnte man sich nicht lange an der Führung erfreuen.

In unserer Fotogalerie können Sie sich die besten Bilder des Rennens noch einmal anschauen. Das aktuelle Geschehen haben wir auch im Live-Stream vom Ring.

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