Immerhin wurde am Montag vor dem Macau-Rennwochenende in der Tourenwagen-Kommission der FIA ein Vermittlungspapier vorgelegt, das den Forderungen von BMW-Sportchef Mario Theissen weiter entgegenkommt.
Streitpunkt Ladedruck
Neben der bereits beschlossenen Verkleinerung des Seat-Luftmengenbegrenzers von 35 auf 34 Millimeter und der Fixierung einer Maximaldrehzahl weist der jüngste FIA-Vorschlag auch eine Begrenzung des Ladedrucks von 2,5 bar aus. Die FIA hatte das Ansinnen einer Ladedruckbegrenzung ursprünglich mit der Begründung abgelehnt, dass die gegenwärtige Messsensorik nicht ausreiche, um die Einhaltung eines maximalen Ladedrucks wirkungsvoll und exakt zu überprüfen.
Bei BMW tappt man jedoch noch im Dunkeln über den maximalen Ladedruckwert, den Seat in der Saison 2008 fuhr. Insofern kann niemand wirklich abschätzen, wie stark sich die neue Begrenzung auf die Leistungsfähigkeit des Seat-Diesels auswirkt. Deshalb soll das Tourenwagen-Bureau der FIA entgegen den ursprünglichen Plänen nun auch 2009 weiterhin die Möglichkeit haben, während der Saison Anpassungen vorzunehmen.
Somit wäre ein zweites Sicherheitsnetz für den Fall gespannt, dass die Seat-Dieselmotoren immer noch überlegen sind. Laut Insidern ist damit zu rechnen, dass BMW diesen Vermittlungsvorschlag akzeptiert und seine Kräfte 2009 abermals auf die WM konzentriert.
Eine Schwerpunktverschiebung auf den GT-Sport ist somit vom Tisch. BMW wird zwar mit dem M3 nach GT2-Reglement in der ALMS starten, doch es erfolgt vorerst keine Homologation nach den GT-Regeln der FIA. Damit haben sich Spekulationen über mögliche Starts von BMW in der FIA GT-Serie erübrigt.






