Rallye Dakar 2013: Hecktriebler gegen Allradler im Vorteil?

X-Raid Mini Vorbereitung Dakar 2013

14 Tage, 8.500 Kilometer, gleich zu Beginn sehr schwierige Sandetappen in Peru: Auf die 157 Auto-Crews warten in Südamerika ab dem 5. Januar 2013 große Herausforderungen. Warum die Hecktrieblern bei der Dakar schneller als die Allradfraktion sein könnten, erklärt unsere Vorschau.

Zum 34. Mal wird in diesem Jahr die legendäre Rallye Dakar ausgetragen - nach dem Umzug aus Afrika nun schon zum fünften Mal in Südamerika. Viel Eingewöhnungszeit haben die Piloten dabei nicht. Schon kurz nach dem Start in Lima müssen die ersten anspruchsvollen Wüstenetappen absolviert werden.

Über 8.500 Kilometer führt der Marathon das Starterfeld von Peru über Argentinien bis nach Chile. Auf den 14 Wertungstagen geht es gleich mehrmals durch die Anden, teilweise bis in Höhen von knapp 5.000 Metern. Insgesamt stehen 182 Motorradfahrer, 40 Quads, 157 Autos und 76 Trucks am am Start.

Allradler vom Dakar-Reglement eingebremst

Das Favoritenfeld auf den Gesamtsieg ist groß. Der Franzose Stephane Peterhansel will seine Erfolgsserie nach dem zehnten Dakar-Sieg im Vorjahr weiter ausbauen. Doch der Feldherr des Dakar-Siegerteams von 2012 sieht schwarz: "Wenn die Buggys halten, haben wir mit unseren Mini-Protopyen kaum eine Siegchance", sagt Sven Quandt, Chef des 108 Mann zählenden XRaid-Teams aus Trebur.

Grund ist eine Regeländerung: Die V8-Motoren der heckgetriebenen Buggys von Nasser Al-Attiyah, Carlos Sainz und Robby Gordon leisten nun dank größerem Air-Restrictor 420 PS - genug für Tempo 210. Die allradgetriebenen Mini von Vorjahressieger Stéphane Peterhansel sowie seinen Teamkollegen Nani Roma, Leonid Novitsky und Krzysztof Holowczyc wurden hingegen eingebremst: Der Dreiliter-Dieselmotor muss nun weitestgehend der Serie entsprechen. Mehr als 310 PS und 184 km/h sind so nicht mehr drin.

Drei deutsche Teams am Start der Dakar 2013

Auch die vom südafrikanischen Importeur gebauten Toyota Hilux rütteln am Mini-Thron. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz kamen mit ihrem V8-Pickup 2012 auf Rang drei. In der Auto-Kategorie gehen drei deutsche Crews an den Start: Stephan Schott/Holm Schmidt (Mini- Prototyp), Matthias Kahle/Thomas Schünemann (SAM-Mercedes) sowie Stephanie Manns/Benjamin Zirbus (McRae-BMW). 2012 kam die 32-Jährige aus München bei ihrer ersten Dakar-Rallye auf Platz 60 - unter 171 Startern.

Unser Reporter Claus Mühlberger wird auf auto-motor-und-sport.de regelmäßig persönliche Eindrücke vom Wüstenklassiker 2013 liefern.

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Claus Mühlberger

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