Das 24h-Rennen 2012 auf Japanisch: Konnichiwa, Nürburgring-Nordschleife!

24h-Rennen Nürburgring 2012

Die Nordschleife gilt als härteste Rennstrecke der Welt. Das lockt sogar Teams aus dem fernen Japan zum 24h-Rennen in die Eifel. Gazoo Racing gehört mit dem sechsten Besuch zu den Stammgästen.

9045,476 Kilometer. Man könnte sich nähere Rennstrecken suchen. Doch das japanische Gazoo Team nimmt diesen Weg vom Teamsitz in Fuji zur Nürburgring-Nordschleife gerne auf sich - auch wenn sie in Fuji eine Rennstrecke direkt vor der Haustür haben. Die Nordschleife ist für das Team einfach einzigartig. Deshalb nehmen die Japaner auch alle Strapazen auf sich, das 24h-Rennens am Nürburgring zu bestreiten.

Drei Autos und 60 Personen am Start

2012 sind sie bereits zum sechsten Mal dabei. Die Box ist unverkennbar. Immer wieder wuseln hier geschäftig die Mechaniker herum. Dazwischen jede Menge japanische Fotografen und Fernsehleute. Was die Japaner anpacken, das machen sie richtig. Mit rund 60 Teammitgliedern hat sich die Mannschaft auf die lange Reise zum Nürburgring gemacht. Die drei Autos kamen per Luftfracht von Japan nach Deutschland und waren rund eine Woche unterwegs.

Das Team setzte wie in den vergangenen Jahren einen Lexus LF-A ein. Hinzu kamen in diesem Jahr außerdem zwei der neuen Toyota GT 86. Eines der Autos wurde sogar von der schnellen und hübschen Japanerin Kumi Sato pilotiert. Das Schwesterauto holte gleich beim Debüt den Klassensieg in der SP3.

„I love cars“ als Werbebotschaft

Das große Engagement im Langstreckensport auf der Nordschleife nutzt das von Toyota und Lexus werksunterstützte Team vor allem um Mechaniker und Ingenieure aus der Serienentwicklung zu trainieren. Daneben sinkt laut der Teamverantwortlichen die Begeisterung der Japaner für Autos. Mit der breiten Berichterstattung vom 24h-Rennen am Nürburgring will Gazoo Racing die jungen Japaner wieder mehr für Autos begeistern. Deshalb trägt auch jedes Teammitglied den Sticker „I love cars“ auf der Teamkleidung.

Tatkräftige Unterstützung beim Rühren der Werbetrommel gibt es auch aus Europa. Zur Markteinführung des neuen Toyota GT 86 in der Schweiz, setzt Toyota Swiss Racing zwei GT 86 ein. Die Idee mit diesem Modell Motorsport zu betreiben, kam von Toyota-Präsident Akyo Toyoda selbst. Er wollte mehr Motorsport an der Basis fördern.

Japanisches Einstiegsmodell in den Motorsport

Der 200 PS und 1.200 Kilogramm schwere Renner wird von den Schweizern in der Serienklasse V6 eingesetzt, Gazoo schickte den GT 86 in der SP 3 an den Start. Die Schweizer Version wurde in einer Kooperation von der Toyota Motorsport GmbH, Ring Racing und Toyota Schweiz entwickelt. Mit Erfolg: Das Toyota Swiss Racing Team holte in der V3-Klasse den Klassensieg. Um noch mehr Kunden den Einstieg in eine günstige Art des Motorsports zu ermöglichen, wird nun auch über ein TMG-Kit für das Serienauto nachgedacht.

Gazoo Racing ist allerdings nicht das einzige japanische Team beim 24-Stunden-Rennen. Daneben traten auch die Teams Nissan GT-R und GT Academy mit einem Nissan GT-R an und Subaru Tecnica International mit einem Subaru GVB. Die spektakulärsten Bilder der Japan-Renner beim 24-Stunden-Rennen finden Sie in unserer Fotoshow.

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Bianca Leppert

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