Formel 1-Saison 2013: GP Deutschland wird vorverlegt

Luftaufnahme Nürburgring Grand Prix Strecke

Die mit Spannung erwartete FIA-Weltratsitzung in Istanbul brachte in Bezug auf das Reglement viele Bestätigungen. Beim Kalender gab es eine faustdicke Überraschung. Der GP Deutschland wird um eine Woche nach vorne gelegt. Er findet jetzt am 7. statt am 14 Juli statt. Dafür wurde für den 21.Juli ein Datum für ein weiteres Rennen in Europa reserviert. Zur Wahl stehen Istanbul oder Magny-Cours.

Der abgesagte Grand Prix in New Jersey treibt Bernie Ecclestone um. Der Formel 1-Chef will die Zahl der Veranstaltungen auf 20 halten. Bei der FIA-Weltratsitzung am Mittwoch (5.12.2012) in Istanbul wurde nun ein Datum für das Ersatzrennen von New Jersey reserviert. Es ist der 21. Juli. Dazu musste der GP Deutschland um eine Woche vorverlegt werden. Er findet jetzt bereits am 7. Juli statt, so früh wie noch nie. Der Austragungsort wurde nicht bestätigt. Ein Zeichen dafür, dass Bernie Ecclestone immer noch mit den Nürburgring-Pächtern über eine Austragung des GP Deutschland verhandelt. Sollten die Gespräche scheitern, findet das Rennen wie 2012 auf dem Hockenheimring statt.

Ersatzrennen in Europa

Die FIA bestätigte weiterhin, dass es sich bei dem Ersatzrennen für New Jersey um ein Rennen in Europa handeln wird. Als Kandidaten gelten der GP Frankreich in Magny-Cours oder der GP Türkei in Istanbul. Der Ort der Weltratsitzung und die Neuordnung des Kalenders sprechen jedoch mehr für Istanbul als für Magny-Cours. Durch die Vorverlegung des GP Deutschland sind jetzt zwei Wochen Zeit, um das Material auf die lange Reise an den Bosporus zu schicken. Eine Woche nach dem 21. Juli findet in Budapest der GP Ungarn statt. Die Distanz Istanbul-Budapest ist in einer Woche machbar. Laut internationalem Sportgesetz muss die FIA bis spätestens zum 15. Dezember den Austragungsort definitv bekanntgeben.

FIA passt Regelwerk an

Neben der Kalenderfragen wurden in Paris auch neue Regeln für 2013 und die weitere Zukunft abgesegnet. Die meisten sind bereits seit längerer Zeit im Gespräch. Der Einsatz von DRS ist ab nächstem Jahr im Training nur noch an den Stellen erlaubt, an denen dies auch im Rennen gestattet ist. Es wird in der Regel auf jeder Strecke zwei DRS-Zonen geben. Die Teams dürfen am Donnerstag zwei Stunden länger als bisher arbeiten. Im Gegenzug darf man allerdings nur noch zwei statt vier Mal die Sperrstunde brechen ohne dass es eine Strafe gibt.

Die Frontflügeltests werden verschärft. In Zukunft wird die Last vorne und hinten am Flügelblatt angebracht, um ein Verdrehen des Flügels zu verhindern. Der vordere Überollbügel wird verstärkt. Das Mindestgewicht wird angehoben, um das Mehrgewicht der neuen Pirelli-Reifen auszugleichen. Ein Satz soll vier Kilogramm schwerer sein. In Zukunft werden alle vom Team gebauten Chassis einem statischen Belastungstest unterzogen. Für alle Chassis gelten die gleichen Normen.

Der Plan, dass die Autos mit der neuen Motorenformel in der Boxengasse nur noch elektrisch fahren dürfen, wurde aus Kosten- und Sicherheitsgründen auf 2017 verschoben. Bei den Motoren werden bestimmte Technologien eingeschränkt, um die Kosten zu senken. Die aerodynamischen Restriktionen für 2014 werden aufgeweicht und wieder den 2012er Regeln angeglichen. Grund: Die Autos hätten zu viel Abtrieb verloren und wären mehr als fünf Sekunden pro Runde langsamer geworden als heute. 

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Michael Schmidt

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