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NASCAR-Horrorcrash 2013: Wrackteile verletzen Zuschauer

Wrackteile fliegen durch die Luft, Fans schreien entsetzt und fürchten um ihr Leben. Ein Horrorcrash hat am Samstag (23.2.2013) die NASCAR-Szene erschüttert. Nicht mal 24 Stunden vor dem Hauptrennen mit der historischen Pole Position der amerikanischen Rennfahrerin Danica Patrick trat der Sport in den Hintergrund

Nach offiziellen Angaben wurden bei dem Unfall am Samstag auf dem Daytona International Speedway 32 Menschen verletzt.
 
"Ich hoffe und bete, dass alle Fans okay sind nach diesem schweren Unfall heute", twitterte Patrick unmittelbar nach den dramatischen Ereignissen. Kurz vor der Zielflagge des Rennens der zweitklassigen Nationwide Series wurden insgesamt zwölf Wagen in den Crash verwickelt. Am heftigsten erwischte es den Boliden von Debütant Kyle Larson. Die Wagen mit der Nummer 32 krachte in die Streckenmauer und den Fangzaun, die Front riss ab, Räder und Wrackteile flogen durch die Luft auf die Tribüne.

Zwei Personen nach NASCAR-Crash in Lebensgefahr

14 Personen seien direkt an der Strecke im Medical Center behandelt worden, weitere 14 in umliegende Krankenhäuser transportiert worden, teilten die Verantwortlichen mit. Der Sender Fox berichtete, dass eine Person lebensgefährlich verletzt worden sein soll, ein anderer Fan soll sich zu nächst auch in einem kritischen Zustand befunden habe.

Gedanken an eine Absage der 55. Auflage des Klassikers Daytona500 mit der aufsehenerregenden Pole für Patrick gab es letztlich nicht. Die Strecke werde wieder hergerichtet. "Wir sind bereit für das Rennen", sagte der Präsident des Daytona International Speedways, Joie Chitwood, in einer Pressekonferenz.

Alle Fahrer wurden untersucht

Sämtliche Fahrer, die in den Unfall verwickelt waren, wurden ebenfalls untersucht, alle konnte das Medical Center wieder verlassen. Über die Schwere der Verletzungen der Fans und Zuschauer machten die Verantwortlichen keine Angaben. Nach Feiern war Rennsieger Tony Stewart ohnehin nicht zumute. "Ich habe den Unfall im Rückspiegel gesehen", erzählte er. "Es ist schlimm, wenn die Fans mitbetroffen sind", sagte der routinierte NASCAR-Pilot. "So sehr ich auch gern feiern würde, so wichtig der Erfolg auch war, meine Sorgen um die Zuschauer sind gerade einfach größer."

Indy500-Sieger Dario Franchitti fordert Alternative zu Fangzäunen

Und es ist nicht das erste Mal. Der wohl schlimmste Unfall ereignete sich 1999 bei einem Rennen der IndyCar-Serie. Auf dem Charlotte Motor Speedway waren damals drei Fans ums Leben. 2001 starb NASCAR-Pilot Dale Earnhardt Senior auf dem Kurs in Daytona, danach wurden die Sicherheitsvorkehrungen - insbesondere die Streckenmauer und der Fangzaun - verbessert. Vor zwei Jahren endete eine IndyCar-Massenkarambolage auf einem Rennoval in Las Vegas für den britischen Star-Piloten Dan Wheldon tödlich.
 
Der mehrfache IndyCar-Champion und Indy500-Sieger Dario Franchitti forderte die Verantwortlichen von beider Serien sowie die Veranstalter nach dem neuen schrecklichen Unfall in Daytona auf, an Alternativen zu den Fangzäunen zu arbeiten. "Es muss eine bessere Lösung geben", schrieb er bei "Twitter."

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xpb
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