Neuauflage des Porsche 911 GT3 Cup: Markenpokal-Rennwagen für die Saison 2010

Porsche 911 GT3 Cup

Porsche präsentiert mit dem 911 GT3 Cup die Neuauflage des Markenpokal-Rennwagens für den Porsche Supercup im Rahmen der Formel 1 und für die nationalen Porsche Carrera Cups. Wie beim Basismodell, dem 911 GT3 RS, wächst der Hubraum auf 3,8 Liter. Die 450 PS starke Cup-Variante ist jedoch breiter, leichter und schneller.

Heiserer Sechszylinder-Boxer-Sound, Millimeter-Duelle und Rennaction pur - die Rahmenbedingungen für den Porsche-Mobil 1-Supercup sowie für die nationalen Porsche Carrera Cups haben sich nicht geändert. Wohl aber das Sportgerät.

Porsche 911 GT3 Cup: Breiter, stärker und schneller als zuvor

Im kommenden Jahr gehen die Fahrer weltweit mit der neuesten Version des Renners aus Zuffenhausen an den Start. Über die Jahre liefen bei Porsche insgesamt 1.400 Exemplare des Cup-Renners vom Band und machten den GT3 Cup damit zum meistgebauten Rennwagen aller Zeiten. Das 2010er-Modell wartet im Vergleich zu seinem Vorgänger mit zahlreichen Veränderungen auf.

So basiert die Rennversion nun erstmals auf dem Porsche 911 GT3 RS. Während sich der Straßensportler bereits durch seine spartanische Ausstattung und das damit einhergehende geringe Gewicht auszeichnet, wurde das neue Rennfahrzeug nochmals einer signifikanten Diät unterzogen. Das Gewicht sank auf 1.200 Kilogramm. Gleichzeitig legte der Porsche 911 GT3 Cup am Heck um 44 Millimeter in der Breite zu, um die ein Zoll breiteren Räder aufnehmen zu können. Da an der Vorderachse statt wie bislang neun- nun 9,5 Zoll breite 18-Zöller zum Einsatz kommen, weisen die vorderen Kotflügel ebenfalls deutliche Verbreiterungen auf. Die neue Mode im Hause Porsche schmückt auch den Pisten-Renner: LED-Tagfahrleuchten sorgen im heißen Renngetümmel für den nötigen Nachdruck beim Vordermann.

Nachdem die Stuttgarter bereits beim neuen Porsche 911 Turbo sowie beim 911 GT3 RS den Hubraum von ehemals 3,6- auf 3,8-Liter erweitert hatten, kommt nun auch die Rennversion in den Genuss größerer Brennräume. Der Sechszylinder ist weitestgehend mit dem Serientriebwerk des Porsche 911 GT3 RS identisch und bringt es mit 450 PS auf die exakt gleiche Spitzenleistung. Damit überflügelt er seinen Vorgänger um 30 PS. Ein geregelter Katalysator filtert die Abgase, bevor sie unter infernalischem Brüllen den beiden Endrohren entweichen.

Der Pilot sortiert die Gänge des sequenziellen Sechsgang-Getriebes durch einfaches Ziehen oder Drücken des Schalthebels. Bei 8.500 Touren mahnt der Drehzahlbegrenzer nachdrücklich zum Gangwechsel. Die Aerodynamik des Porsche 911 GT3 Cup haben die Ingenieure nochmals verfeinert. So soll die um 15 Millimeter tiefere Frontspoilerlippe den Anpressdruck an der Vorderachse deutlich erhöhen. Am Heck sorgt der in der Breite von 1,46 auf 1,70 Meter gewachsene und nun höher platzierte Flügel für mehr Abtrieb. Er stammt vom schnelleren Porsche 911 GT3 Cup S, welcher im Rahmen der FIA GT3-Rennen eingesetzt wird.

Die Fahrzeuge des Porsche-Mobil1-Supercups unterscheiden sich von den in den nationalen Carrera Cups eingesetzten Fahrzeugen durch ihre spezielle Abgasanlage, welche die Zuschauer mit einem noch kraftvolleren Klangbild verwöhnt. Überdies sorgen Keramikbremsen für eine Gewichtsersparnis von 20 Kilogramm gegenüber den Grauguss-Verbundbremsscheiben in den Carrera Cup-Fahrzeugen.

Die Rennpiloten können sich auf eine vergleichsweise komfortable Saison 2010 freuen. Denn neben einer verbesserten Belüftung wartet der neue Porsche GT3 Cup nun auch mit einem längs- und höhenverstellbaren Lenkrad auf. Letzteres nimmt zudem die Bedienelemente für das Infodisplay auf.

Beim Setup erlaubt der Neue dank der siebenfach verstellbaren Schwertstabilisatoren an Vorder- und Hinterachse eine noch präzisere Abstimmung. Zudem spendiert Porsche dem GT3 Cup zusätzliche Unibal-Gelenke im Bereich der Querlenker.

Die Auslieferung des neuen Porsche 911 GT3 Cup startet Ende Oktober

Ab Ende Oktober beginnt die Auslieferung des ausschließlich in Carreraweiß erhältlichen Cup-Renners. Mit Beginn der neuen Saison dürfen sich Rennsportfans dann nicht nur im Supercup, sondern auch in den Carrera Cups in Deutschland, Asien, Japan und Italien auf heiseren Sechszylinder-Boxer-Sound, Millimeter-Duelle und Rennaction pur freuen. Darüber hinaus geht der Porsche 911 GT3 Cup auch in den USA und im GT3 Cup Middle East an den Start. Der Euro-Grundpreis des neuen 911 GT3 Cup beträgt ab Werk 149.850 Euro zuzüglich länderspezifischer Mehrwertsteuer.

Präsentiert wird der neue Rennwagen auf der IAA in Frankfurt.

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Manuel Dohr

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