Porsche 911 GT3 RSR (Typ 991) Erlkönig 2013: Elfer-Rennwagen für Werksteam

 Erlkönig Porsche 911 GT3 Rennversion

Die Porsche Motorsportabteilung ändert ihre Strategie beim GT-Engagement und entwickelt einen neuen GT2-Rennwagen. Wie unsere Erlkönigbilder beweisen, besitzt der Porsche 911 GT3 RSR auf Basis der Modellgeneration 991 ein neuartiges Aerodynamik-Konzept.

Porsche krempelt das bestehende Konzept für den Einsatz von GTE-Fahrzeugen nach ACO-Reglement um: Während in der Vergangenheit private Teams mit dem Einsatz werksunterstützter Porsche 911 GT3 RSR betreut waren, wurden Flying Lizard (ALMS), Felbermayr-Proton (WEC) sowie Manthey Racing (24h-Rennen am Nürburgring und GT Open) darüber informiert, dass ihre Dienste im GTE-Bereich nicht mehr benötigt werden.

Porsche-Werkseinsätze mit GT2-Rennwagen

In der Motorsportsaison 2013 wird Porsche als Werksteam zwei GT-Rennwagen auf Basis der neuen Generation des Porsche 911 beim 24h-Rennen von Le Mans und in der Sportwagen-Weltmeisterschaft (World Endurance Championship) ein. Der Richtungswechsel folgt einer gewissen Logik: Nach Porsche-Lesart ist die GT3-Klasse Kundensport, die GTE-Kategorie aber Profisport. Zudem kann man nicht leugnen, dass zum Beispiel in der ALMS der Werks-Sport klar dominiert: Corvette ist ein Werksteam, und auch das BMW-Programm mit Rahal-Letterman kann man nur schwerlich nicht als Werkseinsatz einstufen.

Mit dem Strategiewechsel wird jedoch indirekt den bisherigen Partnern der Schwarze Peter für die Erfolgsmisere des Porsche 911 GT3 RSR (997) in die Schuhe geschoben. Das erscheint ein wenig ungerecht: So ist den Teams das Desaster von Le Mans nicht anzulasten, als die Elfer-Flotte einer grandiosen Getriebe-Pandemie zum Opfer fiel. Ebenso wenig, dass vier RSR-Upgrades in 15 Monaten nur wenig Linderung bei der Wettbewerbsfähigkeit brachten.

Technischer Fortschritt am Porsche 911 GT3 RSR

Auch bei der Homologation des GT2-Rennwagens beschreitet Porsche neue Wege: Die Rennabteilung will beim neuen GTE-RSR ähnlich viele Waiver (Sondergenehmigungen) durchpeitschen, wie zuvor schon Corvette und BMW. So zeigen die Erlkönigbilder vom Porsche 911 GT3 RSR vom Typ 991 eine weiterentwickelte Frontschürze mit mittiger Kühlöffnung und stark zerklüfteter Fronthaube, wo der Luftstrom wieder austritt und damit die Aerodynamik verbessert. Weiterhin befinden sich seitlich vor den hinteren Radkästen die von Turbo-Modellen bekannten Luftöffnungen, die auch bei der neuen Rennwagen-Generation zur Kühlung des Motors dienen. Zudem sind beim Protoypen die sehr weit ausgestellten Kotflügel im hinteren Bereich offen, um die Bremsentlüftung zu verbessern.

Vielseitiges Angebot von Porsche 911-Rennwagen

Der Porsche 911 GT3 RSR, die Speerspitze im Rennwagenprogramm von Porsche auf Basis des Elfers, wird für 2013 auf Basis der Modellgeneration 991 neu aufgebaut und daher im Erprobungsjahr nur an ausgewählten Rennen teilnehmen. Neben dem GT2-Rennwagen hat die Porsche Motorsportabteilung noch den nach GT3-Reglement aufgebauten Porsche 911 GT3 R im Angebot. Aktuell ist nicht bekannt, welche Modifikationen der GT3-Renner für 2013 erhält. Das Porsche-Einstiegsmodell in den Motorsport, der Porsche 911 GT3 Cup, wird auch 2013 bei den nationalen Markenpokalserien auf Basis des aktuellen Porsche 911 GT3 RS vom Typ 997 basieren. Die neue Straßenversion des Porsche 911 GT3 wird vermutlich erst auf dem Genfer Autosalon vorgestellt.

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