VLN Ergebnis 7. Rennen 2011: Audi-Sensation beim 6h-Höllenritt

Fahrzeuggruppe, VLN, Langstreckenmeisterschaft, Nürburgring

Chaos, durch ständig wechselnde Situationen, bestimmte den siebten VLN-Saisonlauf. Trotz Wetterkapriolen und Rennabbruch feiert der Audi TT RS einen spektakulären Pole-Ziel-Sieg vor seinem R8-Bruder und dem BMW Z4.

Das Eifelwetter ist bekannt für seine Wechselhaftigkeit. Doch was die rund 190 Rennwagen beim siebten VLN-Rennen der Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring erlebten, sucht seinesgleichen. Dabei bot das auf sechs Stunden angesetzte Rennen auch ohne den Wettereinfluss ausreichend Spannung. So war bis zur Siegerehrung offen, wer gewinnt. Doch der Reihe nach.

Erste VLN-Pole für Fronttriebler

Das Qualifying zum 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen des MSC Ruhrblitz Bochum brachte die erste Überraschung. Der frontgetriebenen Audi TT RS von Raeder-Motorsport setzte sich gegen die von der Leistung her weit überlegene Konkurrenz mit der schnellsten Rundenzeit von 8:55.266 Minuten durch. Damit holte sich das Fahrer-Trio Frank Biela, Christian Hohenadel und Michael Ammermüller die erste Pole-Position für einen Fronttriebler in der VLN-Geschichte.

Führungskampf nicht auf der Strecke

Bei dem großen Teilnehmerfeld der VLN wird in drei Gruppen gestartet. Gemäß der Verteilung nach den 32 Fahrzeugklassen, stand der Audi TT RS daher nicht in der ersten Reihe sondern nur vorne in der zweiten Startgruppe. Der schnellste im Qualifying begann das Rennen auf der 24,369 Kilometer lange Eifelstrecke also einige Minuten nach der Führungsgruppe und stand nur auf den Rundenzeitenmonitor an der Spitze.

Plötzlich einsetzender Regen oder abtrocknende Bedingungen sowie unterschiedliche Boxenstoppstrategien mischten die Teilnehmer auf der Strecke so durcheinander, dass die Führungsposition häufig wechselte. Zur Halbzeit nach drei Stunden lag der Raeder-Audi TT RS (#225) auf dritter Position hinter dem Manthey-Porsche 911 GT3 R (#11) und dem Rowe-Mercedes SLS AMG GT3 (#15).

Eine Stunde vor Rennende übernahm der Audi TT RS die Führung. Doch 15 Minuten vor Ablauf der Renndistanz von sechs Stunden steuert das kleine Audi-Coupé mit einem Vorsprung von 1:20 Minuten auf den zweitplatzierten großen Bruder R8 die Box an. Das Team diagnostizierte Spiel im Radlager und ging dennoch auf die Strecke zurück, wobei die Führung bereits verloren war.

Glück im Unglück

Um 17:53 Uhr - sieben Minuten vor dem geplanten Ende - brach die Rennleitung den VLN-Lauf mit der roten Flagge ab. Bei einsetzendem starkem Regen in den Streckenabschnitten Aremberg, Wehrseifen, Breidscheid und Brünnchen kam es zu Aquaplaning. "Die Fahrzeuge rutschten selbst bei Geschwindigkeiten von 30 km/h unkontrolliert von der Strecke", so Rennleiter Horst Golombeck. "Daher sahen wir uns gezwungen, das Rennen vorzeitig zu beenden." Auch der Raeder-Audi TT RS wurde Opfer des einsetzenden Regens. Doch das Team profitierte schlussendlich vom Rennabbruch, denn für die Ergebnisfeststellung wurde die letzte gewertete Runde herangezogen.

Audi-Triumph beim 7. VLN-Rennen

So wurde der Audi TT RS #225 zum Sieger erklärt und dahinter landete der Audi R8 LMS von Phoenix-Racing mit den Fahrern Christopher Mies, Christopher Haase und Luca Ludwig. Mies sieht es positiv: "Ich habe den TT letztes Jahr mitentwickelt. Wenn man von seiner eigenen Waffe geschlagen wird, kann man sich eigentlich nicht beschweren. Audi auf den Positionen eins und zwei, für uns den Klassensieg - ich glaube, wir haben alles richtig gemacht."

Mit einem Rückstand von 9:20 Minuten folgte der BMW Z4 GT3 des Need for Speed Team Schubert, der seinen ersten Podiumssieg erreichte was Fahrer Pedro Lamy freute: "Das war heute ein sehr schwieriges Rennen. Aber wir haben es geschafft, auf der Strecke zu bleiben. Marco Hartung hat einen tollen Job gemacht. Am Ende sind wir Dritte geworden, das ist sehr gut. Bei solchen Bedingungen kann man nicht damit rechnen, gut abzuschneiden."

Bei der VLN geht es nicht nur um den Tagessieg, sondern viele Teilnehmer kämpfen um die Pokale in den mehr als 30 unterschiedlichen Fahrzeugklassen, die die Langstreckenmeisterschaft beheimatet sind. Hier sehen Sie alle Klassensieger beim 7. VLN-Rennen 2011.

In der Meisterschaftswertung haben Thomas Kappeler, Harald Hennes und Thomas Gerling im BMW M3 die Tabellenführung verloren und sind auf Platz zwei zurückgefallen. Die neuen Spitzenreiter sind Wolfgang Weber, Norbert Bermes und Rickard Nilsson, die im Aston Martin Vantage von Mathol-Racing den sechsten Sieg bei den GT4-Fahrzeugen feierten.

Das VLN-Saisonende naht

Eine 30-minütige Zusammenfassung des turbulenten und abwechslungsreichen 7. VLN-Rennens wird am 2. September um 16:00 Uhr auf dem Sender Sport 1 ausgestrahlt. Das nächste und vorletzte Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, der 43. ADAC Barbarossapreis, findet am 24. September 2011 statt. Das vier Stunden-Rennen leitet die heiße Phase in der Entscheidung um den Gewinn der VLN-Meisterschaft ein.

VLN Saison 2011
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cro/VLN

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