VLN Ergebnis 9. Rennen 2011: Eifelrennen mit Autotausch und Rechensieger

Grid Girls, VLN, Langstreckenmeisterschaft, Nürburgring

Der Manthey-Porsche konnte beim neunten VLN-Lauf 2011 den zweiten Sieg in Folge einfahren obwohl das Rennen einige Überraschungen bot: untypisches Eifelwetter, einige Rennwagen-Premieren am Nürburgring und zwei Teams, die ihre Autos tauschten sowie die Berechnung der Platzierungen aus zwei Rennteilen.

Zum VLN-Saisonende 2011 begrüßte die Eifel die Teilnehmer des 35. DMV 250-Meilen-Rennens mit Königswetter. Der blaue Himmel und Sonnenschein begeisterte nicht nur die Menschen, denn bei frischen Temperaturen konnten die Rennwagen auch ihr ganzes Potenzial zeigen. Das Ergebnis sind die schnellsten Rundenzeiten des Jahres. Bereits im morgendlichen Zeittraining konnte der Mercedes-Benz SLS AMG von Mamerow und Hahne die Pole-Position mit einer Fabelzeit von 8:11,006 Minuten sichern. Noch schneller wurde es im Rennen.

Rennabbruch aus Sicherheitsgründen

177 Fahrzeuge gingen am Samstag, 15. Oktober pünktlich um 12 Uhr zum neunten Saisonlauf an den Start. Vier Stunden sollte es über die 24,369 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife gehen. Doch nach vielen Gelbphasen folgte bereits 70 Minuten nach Rennstart die Unterbrechung mit roter Flagge. „Zu diesem Zeitpunkt hatten sich unabhängig voneinander mehrere Unfälle ereignet und es waren alle Streckensicherungsfahrzeuge im Einsatz“, sagt Rennleiter Peter Bröcher. „Die Sicherheit war so nicht mehr gewährleistet, so dass wir uns gezwungen sahen, das Rennen zu unterbrechen.“
 
Der Mamerow-Mercedes SLS AMG hat bereits in der ersten Runde die Jahresbestzeit mit 8:10.968 Minuten aufgestellt und wurde im ersten Rennabschnitt mit einem Vorsprung von 2,857 Sekunden auf Platz eins gewertet. Nach dem Re-Start um 14:57 Uhr hatte das Duo Mamerow und Hahne weniger Glück. Während der zweiten Restdistanz von 2:20 Stunden konnte sich Klasen und Luhr im Manthey-Porsche an die Spitze kämpfen. „Ein großes Lob an die Manthey-Truppe, die nach Schaltproblemen im Qualifying bis zum Rennstart in Rekordzeit das Getriebe gewechselt hat“, lobte Luhr. „Wir sind von Position 21 aus gestartet und haben gewonnen - fantastisch. In der Schlussphase musste ich alles geben, um mir Chris vom Leib zu halten.“

Zwei Porsche auf dem Podium

Nach Addition der beiden Rennabschnitte siegte beim neunten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring der Manthey-Porsche 911 GT3 R mit einem Vorsprung von 4,524 Sekunden auf dem Mamerow-SLS. Komplettiert wurde das Podium von der Porsche-Besatzung Sabine Schmitz und Klaus Abbelen. Dahinter folgte der Audi R8 LMS von Phoenix-Racing. Platz fünf holte sich der BMW Alpina B6 GT3 von Dörr-Motorsport mit Dominik Schwager und ADAC GT Masters-Sieger Alexandros Margaritis.

Neben dem Gesamtsieger werden in der VLN auch die Sieger in den mehr als 30 unterschiedlichen Fahrzeugklassen geehrt. Hier sehen Sie alle Klassensieger beim 9. VLN-Rennen 2011.

Black Falcon uneinholbar auf Titelkurs

Noch ist der Titelkampf in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring nicht endgültig entschieden, aber die Vorentscheidung ist gefallen. Vor dem vorletzten Rennen hatten vier Teams potenzielle Chancen auf den Titel. Davon sind drei, Schmickler Performance (BMW 325), TKS-Motorsport (Renault Clio) und LMS Engineering (Volkswagen Scirocco), beim neunten Rennen nicht ins Ziel gekommen, sodass die Black-Falcon-Junioren Knechtges, Metzger und Scheerbarth praktisch uneinholbar die Wertungstabelle anführen. Nur wenn der BMW Z4 beim Saisonfinale aus der Wertung ausgeschlossen wird, kann noch ein anderes Team den Meisterschaftstitel holen.

Neue Rennwagen in der VLN

Auch kurz vor Saisonende ist die VLN noch für Überraschungen gut. So brachte die Scuderia GT Corse einen Ferrari 458 in die Eifel. Pierre Kaffer und Marco Seefried fuhren bei der Premiere im Langstreckenrennen am Nürburgring mit dem italienischen Supersportler auf Gesamtrang 26. Während der Ferrari im typischen Rot antrat musste ein anderer Neuling noch im Tarnkleid auf die Piste. Die Rede ist vom Toyota FT86, der erst nächstes Jahr auf den Markt kommt. Allerdings durfte die Rennversion des japanischen Sportwagens bereits seine Rennpremiere beim neunten VLN-Lauf feiern. Das von Gazoo Racing eingesetzt SP3-Rennwagen fuhr eine Bestzeit von 10:26.384 und landete auf Rang 120.

Autotausch als Freundschaftsdienst

Die Japaner sorgten auch auf andere Art für Aufmerksamkeit. Am Nürburgring teilten sie sich die Box mit Aston Martin. Allerdings nicht nur die Box. "Als ich erfuhr, dass unsere Teams sich wieder eine Box teilen würden, erneuerte ich meine Einladung an Akio Toyoda, auch einmal einen Aston Martin-Rennwagen zu fahren und nahm dann mit großer Freude seine Gegeneinladung an", erklärte Ulrich Bez das Zustandekommen dieser ungewöhnlichen Aktion. "Wir begegnen uns seit dem 24h-Rennen 2008 regelmäßig hier auf dem Nürburgring als Rennfahrer. Seitdem ist eine persönliche Freundschaft gewachsen, der wir mit diesem Fahrzeugtausch besonderen Ausdruck verleihen wollen. Andere Unternehmensbosse treffen sich auf dem Golfplatz, wir fahren gemeinsam Autorennen", führt der Aston Martin-CEO fort.

Die beiden Rennwagen Aston Martin V12 Zagato „Zig“ (Startnummer 114) und der Lexus LF-A (Startnummer 111) traten beide in der Klasse SP8 an. Auch wenn der Brite im Rennen demoliert wurde, fuhren am Ende beide Seite an Seite über die Ziellinie, mit Ulrich Bez am Steuer des Lexus und Akio Toyoda am Steuer von „Zig“. Insgesamt sind beim neunten VLN-Lauf 2011 von den 177 gestarteten Fahrzeuge nur 135 gewertet worde. Hier sehen Sie alle VLN-Rennfahrzeuge.

Der letzte VLN-Lauf des Jahres, der 36. DMV Münsterlandpokal, findet am 29. Oktober 2011 statt. Eine 30-minütige Zusammenfassung des 9. Rennens wird am 19. Oktober um 17:30 Uhr auf dem TV-Sender Sport 1 ausgestrahlt.

VLN Saison 2011
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cro/VLN

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