Zahlen-Rückblick 24h-Rennen am Nürburgring: 2.000 Helfer, 650 Piloten und 604 Toiletten

Streckensicherung 24h Rennen Nürburgring 2012

Mit rund 200.000 Besuchern ist das 24h-Rennen am Nürburgring die zuschauerstärkste Sportveranstaltung in Deutschland. Für die Organisatoren bedeutet das viertägige Großereignis jedes Jahr eine logistische Mammut-Aufgabe. Wir haben die Zahlen vom Ring-Spektakel 2012.

Die Nordschleife ist für sich gesehen schon eine Strecke der Superlative. 25,378 Kilometer lang schlängelt sich die Achterbahn durch die Eifel. Eigentlich genug Platz - sollte man meinen. Doch einmal im Jahr wird es voll am Ring. Wenn das 24 Stunden-Rennen zu Gast ist, drängeln sich 171 Autos gemeinsam auf der Piste. Jeder Teilnehmer hat statistisch gesehen nur 150 Meter Platz für sich - und damit weniger als in der Formel 1.

Dass es am Nürburgring immer wieder zu brenzligen Situationen kommt, liegt nicht nur an der Streckenlänge, sondern auch an der Streckenbreite. Kaum mehr als drei Autos passen auf das Asphaltband zwischen den Leitplanken, wenn es von der Grand Prix-Strecke auf die alte Nordschleife geht.

900 Marshals sorgen für Sicherheit

Der größte Unsicherheitsfaktor sind aber die großen Geschwindigkeitsunterschiede. 500 PS starke GT3-Monster treffen auf seriennahe Tourenwagen oder deutlich langsamere Markenpokal-Renner wie dem Renault Clio. Kein Wunder, dass es im Laufe der 24 Stunden immer mal wieder kracht. Damit es nicht ständig zu Unterbrechungen kommt, sind 900 Marshals rund um den Ring postiert - alleine 90 davon in der Boxengasse.

Das Interventionsteam, das bei Unfällen zur Streckensicherung ausrückt, umfasste 2012 insgesamt 26 Personen. Mit vier Audi RS6-Safety-Cars ist es kein Problem, wenn es an verschiedenen Stellen gleichzeitig kracht. Zwölf Bergungsfahrzeuge sorgen für einen schnellen Abtransport von Havaristen. Dabei stehen verschiedene Modelle zur Verfügung - von "normalen" Abschlepper bis zum Bergetraktor.

100 Notfallhelfer arbeiten im Schichtdienst

Ein Fahrzeug ist mit Kompressor, Ramme und speziell ausgebildetem Personal vor Ort, um im Falle größerer Leitplankenschäden direkt Reparaturmaßnahmen durchzuführen. Für den Fall von Personenschäden stehen drei Medical-Cars und acht Rettungsfahrzeuge zur Verfügung. Insgesamt bestand das Notfallteam aus 100 Personen. Die Ärzte und Sanitäter arbeiten im Schichtdienst.

Damit die Rennleitung nicht den Überblick verliert, haben 30 Personen im Turm des Boxengebäudes gearbeitet. 130 Personen waren im erweiterten Organisationsteam tätig, wie zum Beispiel die vielen Sportkommissare und Experten für die technische Abnahme der vielen Autos. Zählt man die vielen Rahmenveranstaltungen mit, sind an den vier Tagen des Rennwochenendes rund 600 verschiedene Autos auf der Strecke unterwegs.

604 Toiletten für 200.000 Fans

Auch außerhalb der Piste ist das 24 Stunden-Rennen am Nürburgring eine Mammut-Veranstaltung. 200.000 Fans pilgern Jahr für Jahr in die Eifel und verwandeln den Langstreckenklassiker in ein Volksfest. 500 Helfer sind im Umfeld der Strecke im Einsatz, damit es nicht zum Chaos kommt. Damit alle Zuschauer ihre menschlichen Bedürfnisse erledigen können, wurden im letzten Jahr rund um den Ring 604 mobile Toiletten aufgestellt.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen die verrückten Autos der Streckensicherung und einige Impressionen von der Strecke.

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