17 bis 19 Uhr 24-Stunden-Rennen 2009: Spitzengruppe hat sich vorerst sortiert

Alle elf führenden Fahrzeuge standen um 17.12 Uhr an der Box oder befanden sich auf der Out-Lap: ein Indiz dafür, dass die Balance of Performance bei den Spitzenteams hergestellt ist.

Die Führenden nach den Boxenstopps stammten von Manthey Motors: Das Vorjahres-Siegerteam im 911 RSR (Nr. 1) sowie der Wochenspiegel-Porsche (Nr. 5) konnten die Spitzenpositionen erobern, die ihnen allerdings nicht lange erhalten blieben.
 
Knapp nach Beginn der zweiten Rennstunde endete die Spitzenfahrt der Wochenspiegel-Mannschaft nach einem Technischen Defekt im Bereich Hatzenbach. Kurz darauf hatte der Phoenix-Audi mit Basseng, Fässler, Rockenfeller und Stippler  (Nr. 99) die Spitzenreiter eingeholt: Ab der 16. Runde führte erstmals ein Audi R8 LMS das Feld an.
 
Kurz nach 18.30 Uhr eine weitere Boxenstopp-Phase: acht der elf Führenden waren diesmal an der Box oder auf der Out-Lap. Zu Beginn der dritten Rennstunde hatte sich die Spitzengruppe vorerst sortiert: Im Sandwich der Audi R8 von Phoenix (Nr. 99, Position eins) und Abt Sportsline (Nr. 97, Position vier) lagen die beiden Manthey-Porsche (Nr. 1 und Nr. 2) auf den Positionen zwei und drei.

# 1 (Bernhard / Lieb / Dumas / Tiemann) Porsche 911 GT3-RSR
17:15 Uhr: Marc Lieb: „Ich war drei bis vier Sekunden schneller, bin aber einfach nicht an Dirk Adorf vorbeigekommen. Der viele Verkehr macht es natürlich noch schwieriger – da muss man sehr aufpassen. Ich habe Druck gemacht und Dirk in einen kleinen Fehler getrieben. Aber wir fahren kein Drei-Stunden-Rennen und deshalb habe ich Luft heraus­genommen.“
 
# 2 (Collard / Henzler / Lietz / Werner) Porsche 911 GT3  Cup S
17:05 Uhr: Emmanuel Collard: „Die ersten Runden liefen gut für uns, aber wir sind etwas langsamer als die Porsche. Für Prognosen ist es jetzt noch zu früh.“
18:20 Uhr: Dirk Werner: „Ich persönlich hätte Audi weiter vorne erwartet, sie scheinen doch Probleme zu haben. Das Tempo der beiden Teams an der Spitze können wir nicht mitgehen.“
 
# 3 (Schmitz / Abbelen / Althof / Heyer) Porsche 997 
17:10 Uhr: Klaus Abbelen übergibt das Steuer an Sabine Schmitz. Abbelen: „Es lief nicht so gut, denn ich muss mich erst an das Auto gewöhnen. Da unser Set-up für alle vier Fahrer passen muss, ist das Handling für mich zunächst gewöhnungsbedürftig.“
18:00 Uhr: Sabine Schmitz kommt unplanmässig an die Box. Cheftechniker Uli Lienert: „Sabine berichtete über Funk von Getriebe-Geräuschen. Nach Rücksprache mit den Porsche-Werks-Technikern, die uns sehr unterstützen, holten wir Sabine zu einem Routine-Check an die Box“. Nach wenigen Minuten ging der Porsche wieder auf die Strecke.“
 
# 5 (Weiss / Pietsch / Jacobs / Ragginger) Porsche 911 GT3  
18:00 Uhr: Martin Ragginger stellt den Wochenspiegel-Porsche mit einem Motorschaden im Bereich Breidscheid ab. Nach dem Einschleppen zur Box und einer ersten Fehlerdiagnose macht sich das Team an den Austausch.
18:10 Uhr: Michael Jacobs: „Ich hatte schon meinen Helm aufgesetzt und war bereit zum Fahrerwechsel, als wir die Meldung bekamen, dass unser Auto steht.“
 
# 10 (Viebahn / Forbes / Huisman / Hartung) BMW E46 M3 GTS
18:54 Uhr: Der „Eifelblitz“ läuft wieder – und wie! Während seines zweiten Stints kann der Scheid-BMW bis auf Platz 17 nach vorne fahren. Marko Hartung: „Bei uns läuft’s, wir haben keine Probleme.“
 
# 21 (Riebensahm / Kohlhaas / Gerhard / ) Dodge Viper GT3
17:29 Uhr: Die Viper kollidiert im Castrol-S mit dem Porsche 997 GT3 Cup #35 von Tschornia / Kovac / Asch / Klasen, der Porsche dreht sicht, beide Fahrzeuge fahren weiter.
 
# 35 (Tschornia / Kovac / Asch / Klasen) Porsche 997 GT3 Cup
17:29 Uhr: Der Porsche kollidiert im Castrol-S mit der Viper #21 von Riebensahm / Kohlhaas / Gerhard, der Porsche dreht sicht, beide Fahrzeuge können weiterfahren.
 
 
# 40 (Tilke / Adorf / Hennerici / Mutsch) Ford GT
18:00 Uhr: Mark Hennerici übernimmt das Steuer von Thomas Mutsch.
18:05 Uhr: Thomas Mutsch: „So weit, so gut. Leider wurde unser Fahrzeug in der sechsten Runde von einem Porsche berührt, und wir mussten unseren Stopp früher als geplant durchführen. Jetzt läuft alles planmäßig.“
 
# 50 (Steiner / Flack / Hummel / Funke) BMW E92 M3 GTR
17:00 Uhr: Der BMW kommt mit einem gebrochenen Schwingungsdämpfer qualmend an die Box – um 19:00 Uhr sind die Reparaturarbeiten immer noch nicht abgeschlossen.
 
# 62 (Herrmann / Steffens / Döring / Kroll) Ford Focus
17:35 Uhr: Frank Döring: „Die rechte Antriebswelle unseres Focus ist gebrochen, doch die kann schnell gewechselt werden.“
 
# 97 (Abt / Hemroulle / Kaffer / Luhr) Audi R8 LMS
18:40 Uhr: Christian Abt übergibt das Auto an Pierre Kaffer.
Christian Abt: „Mit dem Auto bin ich sehr zufrieden, mit manchen Teilnehmern eher weniger. Die meisten Fahrer spielen mit, wenn von hinten Schnellere kommen, andere dagegen traut man sich kaum zu überholen.“
 
# 98 (Stuck / Biela / Pirro / Fässler) Audi R8 LMS
17:10 Uhr: Biela übernimmt das Steuer von Stuck. Hans-Joachim Stuck zur Sportstrafe wegen eines Gelbvergehens: „Ich kam im Schwedenkreuz mit 250 km/h an und fuhr hinter Lucas Luhr. Er hat plötzlich gebremst und ich musste ihn bei Gelb überholen. Ich konnte nicht anders – wo sollte ich hin. Ich habe Luhr dann wieder vorbeiziehen lassen, das haben die Streckenposten natürlich nicht gesehen.“
18:45 Uhr: Frank Biela: „Ich bin zufrieden. Auf der Strecke ist sehr viel Verkehr, aber daran wird sich auch nichts ändern. Im Abschnitt Tiergarten konnte ich wegen einer Gelbphase nur Schritttempo fahren, das war jedoch für alle Fahrer gleich.“
 
# 99 (Basseng / Fässler / Rockenfeller / Stippler) Audi R8 LMS
18:45 Uhr: Mike Rockenfeller: „Meine Runden waren okay, bis auf die Gelbphase im Tiergarten. Ich bin fast stehen geblieben. Das Auto läuft gut, aber das Rennen dauert noch verdammt lange.“
 
# 100 (Scheider / Werner / Ekström / Luhr) Audi R8 LMS
18:50 Uhr: Hans-Jürgen Abt: „Die Probleme mit der Elektronik haben lange gedauert, und wir haben viel Zeit verloren. Es wird schwer, das aufzuholen. Wir werden keine Chance mehr haben, in den Kampf um den Sieg einzugreifen. Timo Scheider kann jetzt befreit fahren, er hat nichts zu verlieren.“
 
# 116 (Cheng / van Dam / Heger / Mailleux) VW Scirocco
17:00 Uhr: Altfrid Heger reicht den Scirocco an Cong Fu Cheng weiter.
Heger: „Das Auto läuft gut. In den ersten beiden Runden habe ich nicht gepusht, um die Reifen zu schonen. Deshalb waren hatte ich bis zum Schluss konstant guten Grip und konnte die Pace gut mitgehen.“
 
# 120 (Beckmann / Strycek / Hass / Schall) Opel Manta
17:00 Uhr: Volker Strycek wird von Peter Hass abgewechselt.
Strycek strahlt: „Mein Turn war prima, denn der Opel Manta läuft perfekt – ich hoffe es geht so weiter.“

Das 24h-Rennen endet am Sonntag, den 24. Mai, um 16.00 Uhr (siehe Zeitplan). Während dem ganzen Rennen können Sie den kostenlosen Live-Stream auf sportauto-online.de sehen.

Weitere Informationen finden Sie im sport auto-Spezial zum 24h-Rennen auf dem Nürburgring.

24h-Rennen Nürburgring 2009
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