Die Japaner nutzen das wohl härteste Autorennen der Welt in der Eifel, um den über 500 PS starken Supersportwagen auf Herz und Nieren zu prüfen. Denn der Lexus LF-A befindet sich in der finalen Entwicklungsphase und soll schon bald der Supersportwagen-Konkurrenz von Porsche, Ferrari und Nissan das Leben zur Hölle machen.
Über 500 PS im Lexus LF-A
A propos Hölle: Für den 24 Stunden-Klassiker in der Grünen Hölle geht das Vorserienfahrzeug im Vergleich zur späteren Serienversion nur leicht verändert an den Start. Neben den obligatorischen Sicherheitskomponenten wie Überrollkäfig und einem speziellen Kraftstofftank sorgen diverse aerodynamische Anbauteile wie der große Heckflügel für eine optimale aerodynamische Balance. Die ist bei der Hatz durch die Grüne Hölle besonders wichtig. Während die Japaner das Fahrwerk im Vergleich zum vergangenen Jahr nochmals auf die Anforderungen der 25,359 Kilometer langen Strecke hin optimierten, blieben Motor und Antriebsstrang nahezu unverändert.
Der V10-Renner mit 4,8 Litern Hubraum startet in der Division 2 SP8 für Fahrzeuge mit serienmäßigem Motor. Die Leistung des V10-Triebwerks beziffert man bei Lexus vage auf "über 500 PS". Das sequenzielle Getriebe, das in Transaxle-Bauweise an der Hinterachse montiert ist, lässt sich über Schaltwippen am Lenkrad bedienen.
Expo-Maskottchen prangt auf Toyodas Lexus LF-A
Das japanische Gazoo-Team setzt beim 24 Stunden-Klassiker am Nürburgring insgesamt zwei Fahrzeuge ein. Neben dem Lexus LF-A ist auch ein Lexus IS-F am Start. Die Boxencrew besteht zum Teil aus jungen Mechanikern aus Japan, die im Rahmen des 24 Stunden-Härtestests Rennatmosphäre schnuppern sollen.
Am Steuer des Front-Mittelmotor-Renners Lexus LF-A mit der Startnummer 14 gehen neben Toyota-Chef Toyoda, der unter dem Decknamen "Morizo Kinoshita" ins Lenkrad greift, die Piloten Armin Hahne, André Lotterer, Jochen Krumbach, Akira Iida und Toyota-Testfahrer Hiromu Naruse an den Start. Auch im zweiten Fahrzeug des Gazoo-Teams, dem Lexus IS-F mit der Startnummer 16, kämpft Akio Toyoda um Sekunden.
Der Lexus LF-A des Toyota-Chefs trägt im Übrigen einen kleinen Aufkleber, der das offizielle Maskottchen der Expo 2005 in Japan, "Morizo", zeigt. Es soll den Großvater des Waldes symbolisieren, der schon viel gesehen und erlebt hat, sich seine Neugier aber bewahrt hat.
Wie gemacht für Akio Toyoda. Denn der Toyota-Boss, Enkel des Firmengründers, stürzt sich nach 2008 in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal in die 24 Stunden-Hatz durch den Eifel-Wald. Und sicher ist er nach wie vor neugierig auf das, was ihn und sein Team auf der wohl schönsten Rennstrecke der Welt erwarten wird.
Hier finden Sie die Ergebnisse des ersten Zeittrainings.
Das 2. Zeittraining wird am Freitagnachmittag von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr ausgetragen (siehe Zeitplan).
Weitere Informationen finden Sie im sport auto-Spezial zum 24h-Rennen auf dem Nürburgring.






