IDC, 3. Lauf: Paul Vlasblom baut Führung aus

Den 3. Lauf zur Internationalen Drift Challenge (IDC) in Augsburg konnte Paul Vlasblom für sich entscheiden. Der Holländer führt die Meisterschaftswertung nun mit 28 Zählern an. Berend van Berkel sicherte sich vor Remmo Niezen Platz zwei.

Im Rahmen des Tuning Days-Festivals auf dem Flughafen Augsburg fanden sich die Drifter der PRO-Klasse zum dritten Lauf zusammen. In der Vorrunde dominierten die drei Holländer Paul Vlasblom, Berend van Berkel und Remmo Niezen. Einzig Wildcard-Fahrer Simone Pagani aus Italien hielt mit Position drei in der Qualifikation dagegen. Andreas Distel aus der Schweiz stand zu diesem Zeitpunkt auf Platz sieben.

Im Twin Battle-Wettbewerb sah das Kräfteverhältnis kaum anders aus. sport auto-Fahrer Uwe Sener, in der Vorrunde auf Platz 17 gewertet, rückte durch den technischen Ausfall eines Konkurrenten noch in die Finalrunde der besten 16 nach, musste sich aber im ersten Lauf nach einem Dreher auf dem engen Drift-Parcours Berend van Berkel geschlagen geben. Alex Gräff hingegen hatte in Runde eins das Pech auf den stark agierenden Remmo Niezen zu treffen, der ihn freilich nur knapp aus dem Rennen warf. Martin Reinsch teilte das Los von Gräff und musste sich ebenso in der ersten Runde verabschieden - er unterlag dem späteren Gewinner Paul Vlasblom. Lediglich Oliver Harsch und Jochen Reich triumphierten im ersten Twin-Battle-Durchgang. Harsch überzeugte in Augsburg erneut, wie schon zuvor bei den ersten Läufen in Hockenheim und am Nürburgring, und setzte sich gekonnt gegen Andreas Distel durch. Reich - mit seinem mittlerweile dezent klingenden Opel Commodore unterwegs - besiegte den Polen Wojciech Lubkowski im BMW E36 mit 9:1 und 3:7 (bei zehn zu vergebenden Punkten pro Lauf).

In Runde zwei verließ die Deutschen das Glück

Im Viertelfinale setzte sich die Dominanz der Niederländer fort. Die Leistungsdichte war auf diesem engen Kurs sehr hoch, doch es schien, dass die Flachländer immer einen Tick voraus lagen. Oliver Harsch schied gegen van Berkel aus. Jochen Reich indes hatte großes Pech, den bei einem seiner Reifen löste sich das Profil von der Karkasse, womit seine Niederlage gegen Vlasblom mit 0:10 besiegelt war.

Im Halbfinale standen sich einerseits Berend van Berkel und der zweite Wildcard-Fahrer Frederico Sceriffo gegenüber, andererseits trafen die ewigen Kontrahenten Vlasblom und Niezen aufeinander. Der Italiener Sceriffo in seinem Subaru Impreza war aber ebenso machtlos gegen van Berkel, wie die Konkurrenz zuvor. Das zweite Duell endete überraschend unspektakulär, nachdem Niezen im ersten Durchgang zuviel wagte und einen Dreher fabrizierte. So konnte Paul Vlasblom im zweiten Durchgang auf Nummer sicher gehen und schlussendlich ins Finale einziehen. Hier siegte er souverän mit 5:5 und 10:0 gegen van Berkel.

Als Besonderheit ist noch zu erwähnen, dass der Drift Parcours mit einer speziellen Handbrems-Zone startete, in welcher - wie der Name schon sagt - der Drift mittels der Fly-Off-Handbremse eingeleitet werden musste. Da die Wirkungsweise der Handbremse im Reglement nicht genauer definiert ist, hatten jene Fahrer das Nachsehen, in deren Fahrzeug diese spezielle Version einer auf die Hinterräder wirkenden Handbremse nicht installiert war. Mindestens fünf Strafpunkte waren für das Missachten jener Handbrems-Zone vorgesehen.


Die Ergebnisse:
Ergebnisse der Vorläufe
Verlauf der Twin-Battle
Ergebnis der Twin-Result
Meisterschaftsstand

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Sven Müller

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