Bereits im Jahr 1991 hatte Arrowsmith die Models für den Pirelli-Kalender abgelichtet. Art Director Martyn Walsh sah in ihm den perfekten Fotografen für die ihm vorschwebende Idee: Zwölf Frauen sollten die zwölf Tiere des Chinesischen Horoskopes interpretieren.
Wenn Frau zum Tier wird
Arrowsmith, Student der Maha Janic School für Tibetanischen Buddhismus, war zu diesem Zeitpunkt bereits der offizielle Fotograf des Dalai Lama, des religiösen Oberhauptes der Tibeter. Die Auswahl der Models für den Pirelli-Kalender 1992 gestaltete sich besonders schwierig. Denn die Damen sollten nicht bloß adrett aussehen, sondern auch Tanzerfahrung und Vorstellungskraft haben, um sich in eines der zwölf Tiere hineinversetzen und diese perfekt interpretieren zu können.
So fiel die Wahl unter 2.000 Models letztlich auf Julienne Davis, Judy Taylor und das Cover-Girl der 1991er-Ausgabe, Alison Fitzpatrick. Nach langer Suche einigte man sich für den Ort des 20-tägigen Fotoshootings schließlich auf ein Gebiet in den Bergen Südspaniens, genauer auf die Sierra Nevada in der Nähe von Almeria. Hier hatte bereits Sergio Leone seine berühmten "Spaghetti-Western" abgedreht.
Die Kostüme der Models entwarf Robert Allsopp, der Kostümdesigner des Royal Ballet of London, nach dem Vorbild der Kostüme der Oper von Peking. Jede der Fiberglasmasken, die den Damen letztlich ihr ganz besonderes Gesicht verliehen, benötigte zehn Tage bis zur Fertigstellung. Auf der Rückseite jedes Kalenderblatts ist die Bedeutung des jeweils dargestellten Tieres in der chinesischen Mythologie beschrieben.










