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AC Schnitzer-Mini Cooper S Cabrio vs Arden-Mini AM1 Equipe: Der ultimative Mini-Vergleichstest, Teil 2

Sechs Mini aus dem Stall von Schäfer Clubsport, AC Schnitzer, Arden, Schirra Motoring und aus der Mini Challenge zeigen, was auf Basis des kultigen Kleinwagens von 215 bis 300 PS alles möglich ist. Teil 1 des Vergleichstests.

Nach den zwei Fahrdynamik-Projektilen muss Zeit sein zum Verschnaufen. Stoff-Mützchen runter - Verdeck auf und einmal tief durchatmen. Mit dem Mini Cooper S Cabrio von AC Schnitzer betritt nun ein eleganter Vertreter der Lifestyle-Kategorie das Hockenheimer Parkett. Die Zeit auf den Ehrenrunden steht ausnahmsweise mal nicht im Mittelpunkt. Schöner als im Schnitzer-Mini kann man die letzten sommerlichen Sonnenstrahlen nicht an der Nasenspitze kitzeln lassen. Im Innenraum umschmeicheln Leder und Klavierlack die Fahrerseele. Der Aluminium-Schaltknauf mit knallrot leuchtender digitaler Ganganzeige ist Spielkram. Optisch gefallen Alu-Pedalerie und Velourmatten mit Schnitzer-Logo deutlich mehr.

Mini Cabrio mit 226 PS

Ein dezentes Karosserie-Paket mit Frontspoiler, Heckschürze und Seitenschweller sorgt genauso wie die 18-Zoll-Räder für ein sportliches Aussehen. Doch das AC Schnitzer-Cabrio flaniert nicht nur im Trainingsanzug rum. Mit höhenverstellbarem Rennsportfahrwerk, Domstrebe an der Vorderachse und einer Leistungssteigerung von 175 auf 226 PS will das Cabriolet seine Muskeln in Hockenheim ebenfalls spielen lassen.

Mit angenehm, gleichmäßiger Leistungsentfaltung rennt der AC Schnitzer-Mini in 1.19,2 Minuten um den Kleinen Kurs und ist damit 1,3 Sekunden schneller als das Serien-Cooper S Cabrio (sport auto 6/09). Wer jedoch öfter einen Rennstreckenbesuch plant, sollte noch weiter aufrüsten. Ohne Sperre untersteuert der Mini spürbar, und das kurveninnere Rad kämpft in engen Ecken mit Traktionsverlust. Für rund 4.100 Euro inklusive Montage bietet AC Schnitzer ebenfalls ein mechanisches Sperdifferenzial an. Auch über eine Aufrüstung der Bremsanlage muss nachgedacht werden. Die verbaute Serienbremse machte nach den schnellen Runden in Hockenheim mit nachlassendem Druckpunkt auf sich aufmerksam. Für 4.200 Euro schafft AC Schnitzer auch in diesem Punkt Abhilfe und installiert eine Bremsanlage mit Vier-Kolben-Sätteln und 328-mm-Bremsscheiben an der Vorderachse (Scheiben-Durchmesser Serie: 294 mm).

In den Arden-Mini steigt man nicht einfach nur ein

Rundenzeiten, Längsdynamik-Werte, Verzögerung - alles erst einmal Schall und Rauch beim zweiten Mini der Lifestyle-Wertung. In den auf 40 Exemplare limitierten Arden-Mini AM1 Equipe steigst du nicht einfach ein, knallst die Tür zu und gibst Vollgas. Das wäre in etwa so unpassend, als wenn man bei einer Audienz im Vatikan dem Papst mit der Frage "Alter, was geht ab?" auf die Schulter klopfen würde. Fühlen, schmecken, riechen - die feine Interieur-Ausstattung für 12.500 Euro muss mit allen Sinnen erlebt werden. In der hauseigenen Sattlerei veredeln die Arden-Mitarbeiter den Innenraum mit braun-beigem Connolly-Leder und Alcantara. Neben glänzendem Klavierlack gleiten die Testerhände selbst am Innenspiegel und den Gurtaufnahmen über feinstes Alcantara.

Auch der AM1 ist kein reines Show-and-Shine-Fahrzeug. Eine umprogrammierte Motorelektronik, ein größerer Ladeluftkühler sowie eine komplette Edelstahl-Abgasanlage mit Rennsport-Kats steigern die maximale Leistung um 40 auf 215 PS. Mittels Arden-Sportfahrwerk kauert der AM1 30 Millimeter näher am Asphalt als seine Serien-Verwandten.

Dank der polierten 18-Zoll-Leichtmetall-Rädern wächst zudem die Spurweite an der Vorder- und Hinterachse jeweils um zwei Zentimeter. Die moderaten Technik-Modifikationen zeigen sowohl längs- als auch fahrdynamisch Wirkung. Mit kräftigem Durchzug und standfesten Bremsen samt 342er Bremsscheiben vorne macht der Arden seine Traktionsschwächen ohne Sperre und das fehlende Gripniveau der Yokohama-Reifen wett. So liegt die Rundenzeit trotz geringerer Leistung auf dem Niveau des AC Schnitzer-Mini Cooper S Cabrio.


>>> Lesen Sie hier die Fortsetzung in Teil 3

Christian Gebhardt

Foto

Rossen Gargolov

Datum

6. Dezember 2011
Dieser Artikel stammt aus Heft sport auto 10/2010.
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