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Cabrios als Gebrauchtwagen: Tipps zum Roadster-Kauf

Cabrios haben bald wieder Hochkonjunktur. Wer mit einem gebrauchten Roadster in die neue Saison starten möchte, sollte jetzt Gas geben, bevor die besten Exemplare weg sind.  

Viele Kompromisse werden Fahrern moderner Cabrios nicht mehr abverlangt. Die Zeiten, in denen Roadster in der kalten Jahreszeit eingemottet wurden, sind vorbei. Ob mit Blechdach oder Stoffverdeck: Die offenen Zweisitzer sind uneingeschränkt ganzjahrestauglich.

Stoffdach eines gebrauchten Cabrios sollte genau geprüft werden

Trotzdem sollten Käufer von gebrauchten Cabrios am besten im Winter auf die Suche gehen. Denn sobald es warm wird, steigen das Interesse und damit die Preise. Gute Exemplare sind dann schnell weg. Ein Blick auf die Gebrauchtwagen-Onlineportale zeigt: Derzeit warten rund 11.000 gebrauchte Cabrios im Alter von bis zu zehn Jahren auf einen Käufer, doch das ändert sich schnell.

Obwohl auch das Verarbeitungsniveau der Cabrios deutlich gestiegen ist, nehmen die Textildächer eine sorglose Behandlung übel. Gerade wenn es bei frostigen Temperaturen geöffnet wurde, leidet das Material. Wer in Hülle oder Kunststoff-Heckscheibe Knicke oder gar Beschädigungen bemerkt, sollte den Preis herunterhandeln. Selbst bei guter Pflege ist ein Austausch des Verdecks bei einem Cabrio nach etwa acht Jahren üblich, was beim Sattler (Übersicht unter www.autosattler.de) ab 600 Euro kostet.

Cabrioversicherung nicht unbedingt teurer

Außerdem sollten die Gelenke der Mechanik geschmiert und die Dichtungen elastisch sein, sonst droht Wassereinbruch. Ob Blech oder Stoff: Laute Windgeräusche bei geschlossenem Dach gehören in Cabrios inzwischen der Vergangenheit an. Auch bei der Versicherung zahlen Cabrio-Fahrer nicht mehr unbedingt drauf. Sollte die Teilkaskoeinstufung wirklich ungünstiger ausfallen, kann sich bei einem hohen Schadenfreiheitsrabatt der Abschluss der Vollkaskopolice rechnen.  

Im Winter lieber mit Hardtop

Billig sind Cabrios eigentlich nie, denn als Liebhaberobjekte entziehen sie sich meist einer streng rationalen Betrachtung. Kein Wunder, dass die Preise auch für ältere Exemplare deutlich weniger schnell fallen als bei normalen Nutzwert-Modellen. Dennoch lohnt es sich, vor dem Kauf eines gebrauchten Cabrios zumindest das Thema Dach ganz nüchtern anzugehen. Soll der Roadster auch im Winter als Alltagsauto genutzt werden, ist ein versenkbares Blechdach meist die bessere Wahl. In geöffnetem Zustand schränkt es aber das Kofferraumvolumen stärker ein.

Ein Stoffverdeck leidet indes unter Frost und Salz, selbst bei guter Pflege hält es nicht ewig. Mit einem zusätzlichen Hardtop, das es für fast alle Cabrios auch nachträglich zu kaufen gibt, kann man die Textilhülle etwas schonen.

Foto

Hans-Dieter Seufert

Datum

2. April 2011
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