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BMW M3
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Kaufberatung gebrauchte BMW M3: Der BMW M3 auf dem Gebrauchtwagen-Markt

An einen gebrauchten BMW M3 kommt kaum vorbei, wer einen Sportwagen mit ruhmreicher Historie für günstiges Geld sucht. Bereits ab 5.000 Euro locken die günstigsten Exemplare. Doch was sind die Schwachstellen des BMW M3 und worauf ist beim Gebrauchtwagenkauf zu achten?

Im Verlauf der vergangenen 25 Jahre haben sich bei den BMW M3-Modellvarianten zwar die Zylinderzahl verdoppelt und der Hubraum von 2,3 auf 4,4 Liter (BMW M3 GTS) enorm gesteigert. Doch bei einem M3-Thema sind sich die Bayern konsequent treu geblieben: Saugmotor plus Hochdrehzahl statt Aufladung. Ob das auch in Zukunft so bleiben wird, darf bezweifelt werden.

Egal, bis dahin lohnt ein Blick auf das üppige Gebrauchtwagen-Angebot des sportlichsten BMW der 3er-Reihe. Rund 750 Fahrzeuge tummeln sich allein beim Marktführer mobile.de. Recht überschaubar ist das Angebot der von 1986 bis 1991 gebauten BMW M3 (E30). Nur knapp 70 Ur-Modelle stehen zum Verkauf. Nicht alle sind übrigens Vierzylinder, oftmals wurde ein Dreiliter-Sechszylinder vom E36-Nachfolger oder gar ein 3,8-Liter-Motor vom BMW M5 transplantiert. Selbst umgebaute 325i werden als BMW M3 vermarktet.

M3-Motor verkraftet 200.000 Kilometer

Wer einen originalen und unverbastelten BMW M3 E30 gefunden hat, darf sich freuen wie ein König, denn der 80er-Jahre-Sportwagen gilt als recht robust und anspruchslos. Rost macht nur vereinzelt Sorgen, beim Fahrwerk sollte auf die Spurstangen und Traggelenke der Vorderachse ebenso geachtet werden wie auf die Gummilager der Hinterachse, die Antriebswellen und die Bremsanlage. Der Motor verkraftet bei entsprechender Pflege gut und gern 200.000 Kilometer. Kratzende Synchronringe entlarven den unsensiblen Schnellschalter. Spezielle BMW M3-Teile sind teuer, den großen Rest gibt‘s für wenig Geld auch beim Verwerter. Apropos: Ein wirklich guter, unverbrauchter BMW M3 der ersten Generation kann bis zu 40.000 Euro kosten. Speziell die Sondermodelle Cecotto oder Sport Evolution sind gesucht. Wem das zu viel ist, der sollte mit 20.000 Euro kalkulieren. An der unteren Grenze von rund 13.000 Euro lauern eher abenteuerliche Exemplare.

Das andere Extrem: der E36 genannte BMW M3-Nachfolger. Hier startet das Angebot bei unter 5.000 Euro, nur wenige kosten über 20.000 Euro. Doch vielen Exemplaren aus vierter oder fünfter Hand sieht man ihr bewegtes Leben an: Angel-Eye-Scheinwerfer und Rückleuchten im Lexus-Style sind noch die harmloseren Geschmacksverirrungen. Zahlreiche Autos mit Migrationshintergrund leiden an Flip-Flop-Lackierungen, gecleanten Karosserien oder gar Flügeltüren. Selbst Touring-Umbauten, aufgerüstete Ex-318is oder sogar Eigenkreationen mit V12-Motor aus dem 750i warten um Mitleid heischend auf neue, hoffentlich technisch versierte Besitzer. Dabei ist der 1992 erschienene BMW M3 E36 im Originalzustand ein begehrenswertes Auto. Der erste BMW M3-Reihensechszylinder trompetet lustvoll und dreht locker über 7.000 Touren. Dank unauffälliger Karosserie präsentiert sich dieser BMW M3 als klassischer Wolf im Schafspelz - speziell wenn die Besatzung im praktischen Viertürer Jagd auf GTI & Co. macht.

Rund 140 Gebrauchtwagen sind online verfügbar. Um die 15.000 Euro finden sich zahlreiche vernünftige Exemplare - dafür gibt‘s gerade mal einen neuen 85-PS-Polo. Wer um die 20.000 Euro ausgeben möchte, kann auch ein gepflegtes BMW M3 Cabrio mit Vollausstattung und wenigen Kilometern erwerben. Wie sein Vorgänger gilt der BMW M3 E36 als robust, einzig der anfälligen Vorderachse sollte Beachtung geschenkt werden. Der 3,0-Liter-Motor verlangt nach akribischen Ölstandskontrollen, speziell wenn er häufig scharf gefahren wird. Beim Nachfolger mit 3,2 Liter Hubraum und dem serienmäßigen Sechsganggetriebe kam eine geänderte Ölpumpe zum Einsatz, die mehr Standfestigkeit verspricht und beim 3,0-Liter nachgerüstet werden kann.

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Viele E46 unter der magischen 20.000-Euro-Schwelle

Im BMW M3 E36 ab Baujahr 1997 war erstmals auch das SMG-Getriebe zu haben. Die heute üblichen Lenkradpaddels gab es damals aber ebenso wenig wie einstellbare Schaltzeiten oder eine Launch Control. Außerdem gilt das erste SMG als anfällig, weshalb es von begabten Schraubern häufig gegen eine manuelle Sechsgang-Box getauscht wurde. Das SMG der zweiten Generation gab es dann beim BMW M3 E46 ab 2000. Diesmal mit den oben erwähnten Features, was den Spaßfaktor mindestens verdoppelt. Generell verbessert wurde die Standfestigkeit des komplexen Räderwerks. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel, denn beim sport auto-Dauertest-BMW M3 (2001 bis 2003) wurde erst ein neues SMG-Steuergerät eingebaut - später dann ein komplett neues Getriebe. Auf Garantie, versteht sich.

Information für Selbstzahler: Allein die Austausch-Schaltbox kostet 5.000 Euro - ohne Einbau. Mehr noch als seine Vorgänger animiert der im Jahr 2000 eingeführte BMW M3 E46 zum Rennstreckenbesuch. 343 PS bei 7.900/min, das serienmäßige Sperrdifferenzial mit variabler Kennlinie und das stramm abgestimmte Sportfahrwerk erfreuen Dynamiker gestern wie heute. Insofern gilt hier erst recht: Vor dem Kaufabschluss sind Achsen und Bremsanlage genau zu inspizieren. Häufige Ölwechsel-Intervalle im Scheckheft sind übrigens ein eindeutiges Indiz für eine stärkere Belastung des Reihensechszylinders, da die variable Service-Anzeige diesem Thema Rechnung trägt. Über 300 BMW M3 E46 warten im Internet auf eine baldige Besitzumschreibung. Auffällig viele rangieren unter der magischen 20.000-Euro-Schwelle.

BMW M3 CSL legt noch an Wert zu

Zwischen Sechsgang-Schalter und SMG besteht preislich kein Unterschied mehr - obwohl hierfür einst rund 3.000 Euro extra zu entrichten waren. Hand aufs Herz: Wer BMW M3 E46 sagt, denkt automatisch auch an das magische Kürzel CSL. Gut 30.000 Euro sollten Interessenten flüssig haben, wenn es unbedingt eines der knapp 1.400 gebauten Leichtbau-Coupés mit 360 PS sein soll. Für wenig gefahrene Exemplare mit BMW Händler-Garantie werden aber auch schon einmal deutlich über 50.000 Euro aufgerufen. Als sicher gilt, dass der 2003 erschienene BMW M3 CSL eher noch an Wert zulegen und zum Sammlerstück mutieren dürfte. Schließlich verkörpert er die typische BMW Motorsport-Philosophie am überzeugendsten.

Das E92-Angebot wird von Coupés dominiert

Das gegenüber dem Basis-M3 um 110 Kilo abgespeckte Sondermodell war nur mit SMG, Karbondach und Schalensitzen erhältlich. Auf ein CSL-Modell des aktuellen M3 (E92) warten die blau-weiß gefärbten Fans indes noch heute. Der seit 2007 verkaufte Achtzylinder-Dreier ist dagegen wie der E36 als Viertürer und sogar als neumodisches Metalldach-Cabrio verfügbar. Das widerspricht zwar der reinen M-Lehre und führt zu einem DIN-Leergewicht von satten 1,8 Tonnen, scheint aber bei allen komfortverwöhnten BMW M3-Fans gut anzukommen. Auf dem Gebrauchtwagen-Markt ist der 420 PS starke Neuling recht üppig präsent. Drei Jahre alte Autos mit rund 120.000 Kilometern kosten von privat immer noch knapp 40.000 Euro.

Überraschend dabei: Wer lieber auf eine Händler-Garantie vertraut, bekommt bereits für rund 5.000 Euro mehr ein Auto mit nicht mal 50.000 Kilometern auf dem Tacho. Das E92-Angebot wird von Coupés dominiert, gefolgt vom Cabriolet und der - bislang am seltensten produzierten - Limousine. Varianten mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe sind beinahe so häufig zu finden wie die mit manueller Sechsgangbox. Preislich gibt es kaum Differenzen zwischen beiden Antriebseinheiten, obwohl sie im Neuzustand 3.900 Euro auseinanderliegen.

BMW M3 Preisentwicklung
Modell Laufleistung zirka Preis zirka (Coupé)
E 30 (1986 - 1991) 200.000 km 13.000 Euro
125.000 km 25.000 Euro
70.000 km 38.000 Euro
E 36 (1992 - 1999) 250.000 km 4.500 Euro
150.000 km 10.000 Euro
50.000 km 22.000 Euro
E 46 (2000 - 2007) 130.000 km 14.000 Euro
100.000 km 19.000 Euro *
50.000 km 26.000 Euro
E 92 (2007 - 2013) 120.000 km 40.000 Euro
40.000 km 45.000 Euro
* M3 CSL: ab 30.000 Euro
Umfrage Welcher BMW M3 ist der beste aller Zeiten?

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Datum

6. Februar 2011
Dieser Artikel stammt aus Heft sport auto 09/2010.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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