Alles über 24h-Rennen Le Mans
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GTE-Klasse beim 24h-Rennen Le Mans 2012: Aston Martin schafft den Anschluss

Es gab wenige Überraschungen beim Vortest in Le Mans. Wenn ein Team einen äußerst positiven Eindruck hinterlassen konnte, dann Aston Martin in der GT-Klasse. Auch wenn die Briten nur einen mit Top-Profis besetzten Vantage GTE für Stefan Mücke, Darren Turner und Adrian Fernandez an den Start brachten, so ließen die Zeiten dennoch aufhorchen.

Zu Beginn der Tests zum 24h-Rennen in Le Mans 2012 führten die Briten mit einer Rundenzeit von fast exakt vier Minuten, am Ende belegten die Profis mit dem Aston Martin Vantage V8 in der GT-Klasse für Profifahrer (GT Pro) Platz fünf, das Schwesterauto mit den Privatfahrern (GT Am) Christoffer Nygaard, Kristian Poulsen and Allan Simonsen markierte sogar die viertbeste Zeit aller GT-Wagen.

Aston Martin wurde im Winter verbessert

Dieser Befund mag für Nicht-Fachleute etwas verwirrend sein, spielte doch Aston Martin mit dem Vantage in der GTE-Klasse in jüngster Vergangenheit eine untergeordnete Rolle. Doch in der Zwischenzeit hat sich viel getan, wie der deutschen Aston-Martin-Werkspilot erläutert: „Aston Martin Racing hat das Auto über den Winter in gut 25 Detailpunkten modifiziert, dazu haben wir die Dauerhaltbarkeit massiv verbessert.“ Zudem bekam Aston Martin vom Le-Mans-Veranstalter ACO technische Erleichterungen wie einen größeren Heckflügel sowie stärker geweitete Luftmengenbegrenzer für den V8-Motor spendiert.

In der Summe brachten die Verbesserungen einen deutlichen Sprung nach vorne: Schon beim Saisonauftakt beim 12-Stunden-Rennen in Sebring klassierte sich der Werks-Aston im Zeittraining im Vorderfeld und fuhr stundenlang im Spitzenpulk mit, bevor kleinere technische Probleme zum Rückfall führten. Beim ALMS-Rennen in Laguna Seca stand die Aston-Crew sogar auf der der Pole Position und führte das Rennen bis zur ersten Runde der Boxenstopps an. Insofern muss Aston Martin als Geheimfavorit beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans gelten.

Briten mangelt es an Traktion

„Das Auto steht jetzt da, wo wir es mit den zur Verfügung stehenden Mitteln haben wollte“, erklärt Stefan Mücke. „Wir haben bei einem ausführlichen Langstreckentest in Sebring noch kleine Probleme identifiziert, wie zum Beispiel leckende Hydraulikleitungen für die Lenkung. Das konnten wir alles vor Le Mans beheben. Generell verlieren wir gegen die anderen GTE-Autos noch bei der Traktion, die können früher ans Gas und sind beim Herausbeschleunigen insgesamt besser. Doch die Pole Position in Laguna hat bewiesen, dass wir auf flüssigen Kursen zu den Wettbewerbern aufgeschlossen haben.“

Aston Martin hat den Anschluss geschafft

Vor dem Le-Mans-Vortest lautete die große Frage im Aston-Martin-Camp: Wo stehen wir bei der Topspeed? Denn die war in der Vergangenheit immer eher schlecht. Mit 287 km/h schlug sich Aston Martin wacker und lag drei bis fünf km/h hinter den Topwagen von Ferrari und Corvette, aber in Schlagdistanz. „Wir haben eine gute Balance gefunden, obwohl wir hier Gurney fahren“, so Mücke. „Le Mans ist bei der Abstimmung immer eine Gradwanderung: Wir müssen einerseits unsere Stärken in den schnellen und flüssigen Kurven aufrecht erhalten, dafür brauchen wir Abtrieb. Gleichzeitig brauchst du gute Topspeeds für die fünf langen Geraden, da sollte der Luftwiderstand nicht zu hoch sein.“ Andererseits warnt Mücke vor voreiligen Rückschlüssen aus dem Vortest: „Ganz ehrlich: Beim Vortest lernt man nicht viel, die Rundenzeiten kann man vergessen. Jeder zieht sein Testprogramm durch, und die Wahrheit sehen wir erst beim Zeittraining. Dennoch bin ich optimistisch, dass wir den Anschluss an den Spitzenpulk geschafft haben.“

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