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Test des a-workx-BMW M3 460cs: M3-Kurvenkünstler vom Tuner

76 Kilo Gewichtseinsparung, Leistungssteigerung auf 460 PS, Keramikbremsanlage sowie ein rennstreckenoptimiertes Gewindefahrwerk: Ob der BMW M3 460cs von Tuner a-workx die weiß-rot-blaue M-Werkstracht der BMW-Rennsportwagen zu Recht trägt, verrät der Test auf der Rennstrecke.

Wir schauen zurück ins Jahr 1985: Neue Deutsche Welle, Miami Vice-Sakkos, und auf der IAA erblickt eine Automobil-Ikone das Licht der Welt: Damals feierte der erste BMW M3 seine Premiere. Heute kann der einstige Mittelklasse-Jungspund in der mittlerweile vierten Modellgeneration eine altersbedingte Gewichtszunahme nicht mehr verheimlichen. Aus rund 1.200 Kilo im BMW M3 E30 sind im BMW M3 E92-Coupé mit DKG 1.640 kg geworden.

Wer keines der 150 Exemplare des limitierten und gewichtsoptimierten BMW M3 GTS ergattern konnte, für den präsentiert Tuner a-workx mit dem BMW M3 460cs nun eine leichtere Club Sport Version. Wer hier einen 1.400-Kilo-M3-CSL-Gedächtnisleichtbau erwartet, wird zunächst etwas enttäuscht sein. Mit 1.564 Kilo wiegt das modifizierte Coupé zwar geringfügig mehr als der BMW M3 GTS aus dem Supertest (1.546 kg), aber immerhin 76 kg weniger als das Basis-Coupé.

a-workx-BMW M3 460cs hat noch Leichtbau-Potenzial

Gegen Aufpreis bietet Tuner a-workx mit einem Karbon-Karosseriepaket (Heckdeckel, Motorhaube, Frontschürze und Splitter) noch eine zusätzliche Gewichtsersparnis von acht Kilo an. Diese Teile waren am Testwagen jedoch nicht verbaut. Es offenbart sich beim a-workx-BMW M3 460cs noch weiteres ungenutztes Leichtbau-Potenzial: Neben den etwas zu hoch stehenden Recaro-Pole-Position-Sitzen mit Karbon-Sitzschale (Gewicht inklusive Adapter und Konsole jeweils nur 10 kg, Ersparnis pro Sitz 24 kg) könnten ein Entfernen der Rücksitzbank und Leichtbau-Türverkleidungen das Fahrzeug-Konzept genauso wie eine Heckscheibe und Seitenfenster aus Kunststoff noch ergänzen. „Eine Gewichtsreduktion ist besonders effektiv durch die Verringerung der rotierenden, ungefederten Massen zu erreichen“, erklärt a-workx-Geschäftsführer Niko Wieth.

Der Tuner aus dem bayrischen Wessling rüstete den BMW M3 daher mit einer Movit-Keramik-Bremsanlage aus. Im Vergleich wiegt diese trotz größerer Scheiben (vorne 380 statt 360 mm, hinten 380 statt 350 mm) mit 25,4 genau 7,5 Kilo weniger als die Serienbremse. Für Zahlenverliebte die Gewichtseinsparungen im Detail: Vorderachs-Bremsscheibe (3,5 kg), Hinterachs-Bremsscheibe (2,2 kg), Bremssattel mit Belag vorne (0,6 kg), Bremssattel mit Belag hinten (1,2 kg). Um die rotierenden Massen noch weiter zu senken, statteten die a-workx-Techniker den BMW M3 außerdem mit ATS-Superlight-Rädern aus. Das 19-Zoll-Rad wiegt lediglich 7,9 kg, während das serienmäßige BMW M3-Rad M Doppelspeiche 220 im 19-Zoll-Format 13,26 kg wiegt.

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BMW M3 mit 460 statt 420 PS

Gentlemen start your engines! Der Donner nach dem Kaltstart macht sofort klar, dass sich hier acht Zylinder ohne nennenswerte Gegenwehr der Abgasanlage lustvoll in die Arbeit stürzen. Doch der Akrapovic-Auspuff lockt nicht nur mit akustischen Reizen, sondern soll auch die Leistung um 24 PS steigern und das Drehmoment um 35 Nm erhöhen. „Durch den Titan-Werkstoff sinkt das Gewicht um 25 Kilo“, erklärt a-workx-Chef Wieth weitere Vorteile gegenüber dem 47 Kilo schweren Seriensystem. Kombiniert mit einer optimierten Motorsteuerung, einer Karbon-Airbox, einem Sportluftfilter und schärferen Nockenwellen leistet der getunte BMW M3 nun 460 statt 420 PS.

Wie im Serienauto muckt die Launch Control auch im a-workx-BMW M3 460cs auf und verweigert bereits nach einer Beschleunigung ihren Dienst - eine bereits von sämtlichen getesteten Serien-BMW M3 bekannte Widerwilligkeit. Auf Serienniveau liegt auch die Beschleunigung von null auf 100 km/h in 4,9 Sekunden (Serien-BMW M3 Coupé: 5,0 s). Bis Tempo 200 macht der nachgewürzte Dreier vier Zehntelsekunden gut. Doch geradeaus fauchen können viele - das Revier des a-workx-BMW M3 460cs ist definitiv die Rennstrecke. „Gemeinsam mit KW haben wir ein einstellbares Gewindefahrwerk für den BMW M3 entwickelt“, sagt Niko Wieth, der auch für a-workx- Wieth Racing unter anderem als Teamchef in der ADAC GT Masters fungiert - Motorsporterfahrung, die auch den Tuning-Entwicklungen hilft.

Getunter BMW M3 überzeugt auf der Rennstrecke

Während der a-workx-BMW M3 460cs im Alltag mit rauem Motorlauf im unteren Drehzahlbereich und bei Volllast zwischen 1.800 und 2.500/min leicht stotternd auffällt, blüht der hochdrehende V8-Sauger mit seiner Leistungscharakteristik auf dem kleinen Kurs von Hockenheim richtig auf. Zwischengassalven zum Verlieben sind bereits vom Serienauto beim Runterschalten bekannt, die bessere Traktion dank mechanischem Drexler-Sperrdifferenzial sowie das präzisierte Einlenkverhalten und die verbesserte Fahrbarkeit im Grenzbereich zeichnen den a-workx-BMW M3 aus. Nach einem leichten Einlenkuntersteuern tendiert der BMW unter Last zu gut beherrschbarem Power-Oversteering. Mit einer Hockenheim-Rundenzeit im Test von 1.11,9 Minuten distanziert der getunte BMW M3 sowohl das Basis-Coupé (1.14,2 min.) als auch den GTS (1.12,5 min.) deutlich. So darf der a-workx BMW M3 460cs auch zu Recht das an die M-Werkstracht erinnernde Outfit der heutigen BMW-Werksrennwagen tragen.

Christian Gebhardt

Foto

Rossen Gargolov

Datum

24. April 2012
Dieser Artikel stammt aus Heft sport auto 12/2011.
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